Junta-Chef Damiba als Präsident von Burkina Faso vereidigt

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    Der Putschisten-Anführer Paul-Henri Sandaogo Damiba wurde als Staatschef von Burkina Faso vereidigt.

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    Der neue Präsident von Burkina Faso: Paul-Henri Sandaogo Damiba - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Anführer des Militärputsches in Burkina Faso, Damiba, wurde als Staatschef vereidigt.
    • Er ersetzt den gestürzten Präsidenten Kaboré.
    • Die Afrikanische Union hat die Mitgliedschaft des Landes vorerst ausgesetzt.

    In Burkina Faso ist der Anführer der Putschisten, Paul-Henri Sandaogo Damiba, als Staatschef vereidigt worden. Der 41-jährige Putschist stürzte am 24. Januar den gewählten Staatschef Kaboré.

    Er werde die Verfassung «verteidigen und schützen», gelobte der 41-jährige Chef der Militärjunta vor dem Verfassungsrat des westafrikanischen Staates. Die Zeremonie in der Hauptstadt Ouagadougou wurde im Staatsfernsehen übertragen.

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    Die Vereidigung des neuen Präsidenten Burkina Fasos wurde im Staatsfernsehen übertragen. - Keystone

    Damiba trug eine Militäruniform und eine rote Tellermütze. Zu der Zeremonie in einem kleinen Saal des Verfassungsrats waren nur die staatlich registrierten Medien zugelassen. Bereits mehrere Stunden vor der Vereidigung wurden Einheiten der Sicherheitskräfte in einem Umkreis von hundert Metern um den Verfassungsrat postiert. Das beobachtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

    Vorwürfe gegen Ex-Präsidenten Kaboré

    Damiba war am 24. Januar nach zweitägigen Meutereien in mehreren Kasernen an die Macht gelangt. Er folgte auf den gewählten Präsidenten Roch Marc Christian Kaboré.

    Burkina Faso
    In Burkina Faso ist Präsident Roch Marc Kaboré von Aufständischen Soldaten überwältigt worden. - sda

    Kaboré wurde es zum Vorwurf gemacht, dschihadistische Gewalt nicht hinreichend zu bekämpfen. Diese erschüttern Burkina Faso seit sieben Jahren. 2000 Menschen wurden bei Gewalttaten getötet, die auf Gruppierungen wie Al-Qaida und den IS zurückgehen sollen. 1,5 Millionen Bürger Burkina Fasos sahen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

    Afrikanische Union setzt Burkina Fasos Mitgliedschaft aus

    Die Afrikanische Union (AU) hatte die Mitgliedschaft von Burkina Faso nach dem Militärputsch ausgesetzt. Auch die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas schloss das Land vorerst aus. Weitergehende Sanktionen unterblieben, da sich die Junta zum Dialog bereit erklärte.

    Die Ecowas und die AU forderten von der neuen Führung in Ouagadougou einen «vernünftigen» Zeitplan zur Rückkehr zur verfassungsgemässen Ordnung. und die Freilassung des gestürzten Präsidenten Kaboré, der sich am Mittwoch weiterhin in einer Villa unter Hausarrest befand.

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