Schweizer Armee

    Israels Armee: Hochrangiges Hamas-Mitglied in Schifa-Klinik getötet

    Keystone-SDA
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    Palestina,

    Israel hat laut eigenen Angaben ein Hamas-Mitglied, das zur Top Ten des militärischen Armes gehört, im Schifa-Spital getötet.

    Schifa-Krankenhaus
    Israelische Soldaten bei einem Einsatz im November vor dem Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Israel vermeldet die Tötung eines hochrangigen Hamas-Mitglieds im Schifa-Spital.
    • Seit Beginn des Einsatzes wurden dort bislang über 900 Verdächtige festgenommen.
    • Das grösste Spital im Gazastreifen soll laut Israel ein Hamas-Hauptquartier gewesen sein.

    Im Zuge des israelischen Militäreinsatzes im Schifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza ist Armeeangaben zufolge am Donnerstag ein hochrangiges Hamas-Mitglied getötet worden. Raad Thabit zählte zu den Top Ten des militärischen Arms der Islamistenorganisation, wie Militärsprecher Daniel Hagari am Donnerstagabend mitteilte. Er gehörte Beobachtern zufolge auch zum engen Kreis des Hamas-Chefs im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar. Die Hamas bestätigte seinen Tod zunächst nicht. Im Regelfall äussert sich die Terrororganisation nicht zur Tötung ihrer Anführer und Mitglieder.

    900 Verdächtige im Schifa-Spital festgenommen

    Bei dem Einsatz in der grössten Klinik des Gazastreifens wurden Hagari zufolge bislang 900 Verdächtige festgenommen. Mindestens 513 von ihnen sollen demnach Mitglieder der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihads (PIJ) sein.

    Zum Zeitpunkt der Umstellung der Klinik hätten sich noch 350 Patienten und Mediziner im Krankenhaus befunden. Ob sich noch alle von ihnen dort aufhalten, teilte Hagari nicht mit. Laut Armee wurden im Zuge des Einsatzes rund 200 Terroristen im und um das Krankenhaus herum getötet. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

    Israel und Hamas machen sich gegenseitig Vorwürfe

    Das Informationsbüro der Hamas warf der Armee vor, Schutzsuchende und Mediziner in der Klinik durch Bombardierungen zu gefährden. Das Militär wiederum warf der Hamas vor, das Krankenhaus unter anderem durch das Werfen von Sprengsätzen bei Kämpfen schwer beschädigt zu haben. Auch diese Angaben liessen sich allesamt zunächst nicht überprüfen.

    Die Kämpfe gingen Hagari zufolge auch andernorts im Gazastreifen weiter. Soldaten sprengten dort in der Nacht zu Donnerstag eine 2,5 Kilometer lange Tunnel-Route, wie der Armeesprecher weiter sagte.

    Auslöser des Krieges war die brutale Terrorattacke der Hamas auf Israel vom 7. Oktober. Die Angreifer ermordeten dabei im israelischen Grenzgebiet mehr als 1200 Menschen und verschleppten 250 weitere in den Küstenstreifen. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Angesichts der schlimmen humanitären Lage und der vielen zivilen Opfer im Gazastreifen gibt es international viel Kritik am Vorgehen des israelischen Militärs.

    Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde teilte am Donnerstag mit, die Zahl der seit Kriegsbeginn vor einem halben Jahr getöteten Palästinenser in dem Küstenstreifen sei auf 32'552 gestiegen.

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