Israel weitet Militäreinsätze in Gaza aus

    Keystone-SDA
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    Die israelische Armee intensiviert ihre Einsätze im Gazastreifen, was bei den Familien der Geiseln Besorgnis auslöst.

    Ein Konvoi des Roten Kreuzes mit israelischen Geiseln fährt vom Gazastreifen nach Ägypten während eines vorübergehenden Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas. Foto: Hatem Ali/AP/dpa
    Ein Konvoi des Roten Kreuzes mit israelischen Geiseln fährt vom Gazastreifen nach Ägypten während eines vorübergehenden Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas. Foto: Hatem Ali/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Hatem Ali

    Israels Armee weitet nach eigenen Angaben ihre Einsätze in der Stadt Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens aus. Sie gehe in der Region weiterhin gegen Terrororganisationen vor und dehne nun «ihre Aktivitäten auf neue Gebiete aus», heisst es in der Mitteilung eines Armeesprechers, die auch in arabischer Sprache veröffentlicht wurde. Dort sei das Militär bislang nicht im Einsatz gewesen.

    Die «Times of Israel» sprach von den ersten Bodeneinsätzen in der Gegend seit Beginn des Gaza-Kriegs. Der Militärsprecher rief Anwohner aus mehreren südwestlich gelegenen Vierteln der Stadt zur Flucht auf, darunter auch Menschen, die dort in Zelten untergekommen sind.

    Sie sollten sich nach Al-Mawasi begeben, heisst es in dem Aufruf. Al-Mawasi im Südwesten des umkämpften Gebiets wurde während des Gaza-Kriegs von Israel als «humanitäre Zone» ausgewiesen.

    Angriffe trotz humanitärer Zone

    In der Vergangenheit hatte das israelische Militär aber auch dort mehrfach angegriffen. Ziel waren Armeeangaben zufolge dabei etwa Hamas-Einrichtungen.

    Die Familien der noch immer von Islamisten im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln reagierten mit Sorge und Entsetzen auf die Armeemitteilung. «Kann uns irgendjemand versprechen, dass diese Entscheidung nicht zum Verlust unserer Angehörigen führen wird?», heisst es in einer Stellungnahme des Forums der Geisel-Angehörigen.

    Die grosse Mehrheit der Israelis wünsche sich ein Ende des Kriegs und ein Abkommen, dass die Freilassung der Entführten ermögliche. Die Familien der Verschleppten forderten deshalb: «Genug!».

    Die «Times of Israel» schrieb, die israelische Armee vermeide Bodeneinsätze in Gebieten im Gazastreifen, in denen sie Geiseln vermute, um die aus Israel entführten Menschen nicht zu gefährden.

    Kommentare

    User #2841 (nicht angemeldet)

    Die Hamas könnte jederzeit diesen Krieg beenden.

    User #5550 (nicht angemeldet)

    Die dürfen das. Sagt ja keiner etwas, also legitimiert.

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