Israel verschärft Sicherheitsvorkehrungen vor Wahl

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Israel,

    Vor der Wahl eines neuen Parlaments am Dienstag hat Israel seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

    Rund 6,5 Millionen Wahlberechtigte sind in Israel aufgerufen, die 120 Mitglieder der 23. Knesset in Jerusalem zu bestimmen. Foto: Oded Balilty/AP/dpa
    Rund 6,5 Millionen Wahlberechtigte sind in Israel aufgerufen, die 120 Mitglieder der 23. Knesset in Jerusalem zu bestimmen. Foto: Oded Balilty/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rund 18 000 Einsatzkräfte seien am Wahltag im Einsatz, um landesweit die Sicherheit der 6,8 Millionen Wahlberechtigten zu gewährleisten, teilte eine Sprecherin der Polizei am Montag mit.

    Es ist bereits die fünfte Wahl in rund dreieinhalb Jahren.

    Der ehemalige Ministerpräsident und aktuelle Oppositionsführer Benjamin Netanjahu – auch «Bibi» genannt – hofft auf ein Comeback. Nach jüngsten Umfragen könnte seine Partei, der Likud, erneut stärkste Kraft im israelischen Parlament (Knesset) werden. Unklar ist aber, ob das Pro-Bibi-Lager eine Mehrheit bilden kann.

    Den letzten Umfragen vor der Wahl zufolge von Freitag könnte sein Block 60 von 120 Sitzen bekommen. Damit gäbe es erneut eine Patt-Situation mit dem gegnerischen Lager des aktuellen Ministerpräsidenten Jair Lapid. Es besteht aus Parteien vom rechten bis zum linken Spektrum und will die Rückkehr von Netanjahu als Regierungschef verhindern.

    Als entscheidend gilt die Wahlbeteiligung der arabischen Bevölkerung. Die arabische Minderheit macht etwa 20 Prozent der rund 9,4 Millionen Bürger Israels aus. Falls eine der kleineren Parteien im Lapid-Lager nicht die 3,25-Prozent-Hürde knacken sollte, könnte dies den Weg zu einer ultrarechten Regierung unter Netanjahu ebnen.

    Das rechtsextreme Bündnis von Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir gilt als möglicher Königsmacher. Umfragen sehen ihre Religiös-Zionistische Partei als drittstärkste Kraft im Land.

    Mit dem Endergebnis der Wahl wird nicht vor Donnerstag gerechnet. Frühere Wahlen hatten gezeigt, dass sich das Ergebnis nach den ersten Prognosen am Wahlabend bis dahin noch verändern kann.

    Kommentare

    Weiterlesen

    gg
    42 Interaktionen
    Welt-Neuheit
    KI
    274 Interaktionen
    Gefahr

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    282 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Zürich
    Zürich
    St. Gallen
    St. Gallen

    MEHR AUS ISRAEL

    Flydubai Flughafen Tel Aviv
    255 Interaktionen
    Flydubai
    Flydubai
    15 Interaktionen
    Flydubai-Drama
    Flydubai Copilot
    79 Interaktionen
    Passagier berichtet
    4 Interaktionen
    Jerusalem