Israel-Gaza-Krieg

    Israel-Krieg: Britin sendete vor Hamas-Tod verzweifelte Nachricht

    Rahel Sutter
    Rahel Sutter

    Israel,

    Beim Angriff der Hamas im Israel-Krieg wurden auch eine Britin (†48) und ihre Tochter (†13) getötet. Vor ihrem Tod verschickte sie noch eine verzweifelte SMS.

    Be'eri Israel-Krieg
    Ein beschädigtes Haus in der von der Hamas angegriffenen Siedlung Be'eri. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Hamas griff zu Beginn des Israel-Kriegs die Siedlung Be'eri an.
    • Dabei wurden auch die Britin Lianne (†48) und ihre Tochter (†13) getötet.
    • Kurz zuvor schickte sie ihrer Familie noch eine SMS-Nachricht.

    Lianne (†48), eine britische Mutter aus Bristol, wurde während des brutalen Angriffs der Hamas auf die israelische Siedlung Be'eri getötet.

    Vor ihrem Tod schickte sie ihrer Familie eine verzweifelte Nachricht: «Ich kann sie hören. Sie sind hier in unserem Haus. Sie schiessen und schreien ‹Stirb Israel›. Bitte ruft um Hilfe.»

    Auch ihre 13-jährige Tochter Yahel wurde während des Hamas-Massakers im Israel-Krieg ermordet. Ehemann Eli (53) und die älteste Tochter Noiya (16) werden derzeit vermisst und wohl als Geiseln in Gaza festgehalten. Liannes Schwager Yossi (51), der ebenfalls in der Wohnsiedlung lebte, ist ebenfalls in Geiselnahme.

    Ihre Familie fordert nun den englischen Premierminister Rishi Sunak auf, nach Israel zu kommen. «Wir fordern, dass der englische Premierminister nach Israel kommt und die Hamas dazu bringt, alle Geiseln freizulassen.»

    Israel-Krieg: «Kein gewöhnlicher Raketenangriff»

    Britin Lianne lernte ihren Mann Eli bei ihrem ersten Aufenthalt in einer solchen Wohnsiedlung im Alter von 19 Jahren kennen. Das Paar heiratete später in Grossbritannien und hatte zwei Töchter, Yehal und Noiya.

    Sie lebten in der Siedlung Be'eri nahe der Grenze zum Gazastreifen im Süden Israels. Die Familie war sich Raketenangriffe gewöhnt, jedoch bereitete sie nichts auf den Beginn des Israel-Kriegs am 7. Oktober vor.

    Ein Verwandter, Raz Matalon, erinnert sich an den Tag des Angriffs: «Lianne sagte uns, dies sei kein gewöhnlicher Raketenangriff. Es war anders. Sie sagte, sie habe Schüsse und explodierende Handgranaten gehört und dass das Geräusch von Schüssen immer näher kam.»

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    Liannes Schwägerin Nira erhielt die letzte Nachricht der zweifachen Mutter. Zehn Minuten später verlor Nira den Kontakt zu Lianne. Einige Zeit nach der Nachricht erfuhr Nira vom Tod ihrer Schwägerin und Yahel.

    Hamas brachen in Schutzraum ein

    «Wir wissen nur, dass die Terroristen in ihren Schutzraum eingebrochen sind. Eli hatte die Tür verbarrikadiert und hielt den Griff fest, aber den Terroristen gelang es, die Tür zu öffnen. Als die Soldaten hineingingen, war da eine Blutlache», berichtet Nira von den Ereignissen.

    Die Siedlung Be'eri wurde im Israel-Krieg von mehr als 150 Hamas-Terroristen angegriffen. Sie lag ziemlich nahe am Gazastreifen. Mehr als 120 Israelis wurden dabei getötet, ihre Häuser ausgeraubt, abgebrannt und zerstört. Rund 1100 Menschen lebten in Be'eri.

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