Israel bombardiert Raketenwerfer im Libanon

    Keystone-SDA
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    Trotz der anhaltenden Waffenruhe bombadiert die israelische Armee Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon.

    Israel Hisbollah
    Seit Beginn der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah kommt es immer wieder zu Verstössen. - keystone

    Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge trotz der aktuellen Waffenruhe Raketenwerfer der proiranischen Hisbollah-Miliz im Süden des Libanons bombardiert. Unter anderem seien Abschussrampen in der Gegend der Stadt Nabatijeh getroffen worden, hiess es.

    In Einklang mit den Vereinbarungen über die seit Ende November geltende Waffenruhe sei die libanesische Armee zunächst aufgefordert worden, gegen die Raketenanlagen der Hisbollah vorzugehen. Erst als dies nicht erfolgt sei, seien die Anlagen angegriffen worden, teilte die Armee weiter mit. Die Angaben des Militärs liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Über mögliche Opfer des Angriffs wurde zunächst nichts bekannt.

    Die Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz gilt zunächst für 60 Tage. Zwar werfen sich beide Seiten Verstösse vor, aber die Waffen schweigen weitgehend.

    Israels Bodentruppen sollen während der Waffenruhe schrittweise aus dem Libanon abgezogen werden. Die Hisbollah-Miliz muss sich aus dem Grenzgebiet zu Israel zurückziehen. Dort soll die libanesische Armee ihre Präsenz verstärken.

    Kommentare

    User #1813 (nicht angemeldet)

    Die Hisbollah (‚Partei Gottes‘) ist eine islamistisch-schiitische Partei und Miliz im Libanon, die sich hauptsächlich durch Unterstützung seitens Irans und durch eigene kriminelle Geschäfte finanziert. Als „Staat im Staat“ kontrolliert die Hisbollah den Libanon über ihre Miliz nicht nur militärisch, sondern über ihre Partei auch politisch. Für den Libanon ist die Hisbollah militärisch bedeutsamer als die Streitkräfte des Libanon, die sich selbst als Unterstützer der Hisbollah sehen. Die Hisbollah entstand ab 1982 als eine aus dem Untergrund operierende paramilitärische Organisation durch den Zusammenschluss verschiedener schiitischer Gruppen beim Widerstand gegen die damalige israelische Invasion. Die offizielle Gründung fand 1985 statt. Die Hochburgen der Organisation liegen im Süden des Libanon, in der Bekaa-Ebene sowie in Südbeirut. An ihrer Spitze stehen schiitische Gelehrte; als oberste geistliche Autorität wird der Revolutionsführer der Islamischen Republik Iran, Ali Chamene’i, angesehen. Generalsekretär und Oberbefehlshaber der Hisbollah-Milizen war von 1992 bis 2024 der im israelisch-palästinensischen Konflikt getötete Hassan Nasrallah. Seit 1992 ist die Hisbollah auch in der libanesischen Nationalversammlung vertreten. Seitdem hat sie sich zu einem militärischen, sozialen und politischen Machtfaktor entwickelt. .

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