In Israel können sich ab sofort alle Risikogruppen ab 18 Jahren die vierte Impfung holen. Auch deren Betreuer und besonders exponierte Personen sind zugelassen.
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Ein junger Mann erhält in Israel eine Impfung von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Israel konnten sich bisher nur gewisse Personen die vierte Impfung holen.
  • Dazu gehörten über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal.
  • Nun gibt das Land den vierten Piks für alle Risikogruppen ab 18 Jahren frei.

Israel beginnt mit der vierten Impfung gegen das Coronavirus für Erwachsene mit Vorerkrankungen. Betroffene mit Risikofaktoren für schwere Erkrankungen bei einer Corona-Infektion sowie ihre Betreuer könnten sich nun erneut impfen lassen. Das teilte des Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit.

Auch für gefährdete Personen

Ausserdem berechtigt seien Erwachsene, die bei ihrer Arbeit einer besonderen Gefährdung für eine Infektion ausgesetzt sind. Dies habe Generaldirektor Nachman Asch entschieden. Voraussetzung für die vierte Impfung sei nur, dass die dritte Impfung mindestens vier Monate zurückliegt.

Asch folgt damit nur teilweise einer Empfehlung eines Expertenrates, der für das Gesundheitsministerium arbeitet. Das Gremium hatte am Dienstag eine vierte Impfung gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren empfohlen – ab fünf Monaten nach der dritten Impfung.

Impfung
Ein Mann erhält eine Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer. - dpa

Die Entscheidung Aschs sei aufgrund der positiven Erfahrungen mit der vierten Impfung für Menschen ab 60 Jahren gefällt worden. Diese zeige einen Schutz vor Infektion, der doppelt so gut sei wie nach der dritten Impfung. Der Schutz vor einer schweren Erkrankung sei sogar drei- bis fünfmal so hoch, hiess es.

In Israel haben bereits mehr als 610 000 Menschen eine vierte Impfdosis erhalten. Bisher galt die Empfehlung nur für über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal.

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