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    Iranische Sängerin performt ohne Kopftuch – Justizverfahren

    Keystone-SDA
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    Iran,

    Parastu Ahmadi, eine bekannte iranische Sängerin, sorgt mit einem verbotenen Livekonzert für Aufsehen.

    Iranerinnen mit Hidschab
    Iranerinnen mit Kopftuch. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Eine bekannte Sängerin im Iran hat mit einem verbotenen Liveauftritt im Netz für Aufsehen gesorgt. Parastu Ahmadi streamte am Mittwoch ein Konzert mit ihrer Band aus einer Karawanserei auf der Videoplattform Youtube. Sie verstiess damit gleich gegen mehrere Gesetze im Iran.

    Öffentliche Auftritte von Sängerinnen sind in der Islamischen Republik verboten. Zudem trat Ahmadi ohne Kopftuch und in einem Kleid auf.

    Mutiger Akt oder Verstoss gegen Vorschriften?

    «Ich, Parastu, bin ein Mädchen, das für die Menschen singen möchte, die ich liebe. Das ist ein Recht, vor dem ich meine Augen nicht verschliessen kann», hiess es in einem Text, der vor Beginn des Auftritts eingeblendet wurde. Im Netz wurde ihr knapp halbstündiges Konzert als mutige Performance interpretiert.

    Irans Justiz leitete am Donnerstag ein Verfahren gegen die Sängerin und ihren Produzenten ein. Das Konzert erfolgte «ohne Einhaltung der gesetzlichen und religiösen Vorschriften», hiess es auf dem Justizportal Misan. Es seien angemessene Massnahmen ergriffen worden.

    Widerstand gegen Kopftuchpflicht

    In den vergangenen Jahren hat sich der Protest vieler iranischer Frauen gegen die strengen islamischen Gesetze intensiviert. Im Herbst 2022 gingen Massen unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» gegen die repressive Politik auf die Strassen. Doch die Demonstrationen wurden gewaltsam niedergeschlagen.

    Konservative Abgeordnete wollen mit einer Strafreform der Kopftuchpflicht, die drakonische Strafen bei Verstössen vorsieht, gegen den zivilen Ungehorsam vorgehen. Viele Frauen in den Metropolen widersetzen sich inzwischen als Zeichen des Protests und der Selbstbestimmung den islamischen Dresscodes.

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