Iranische Behörden sehen Verbindungen der Protestierenden zu CIA

    Keystone-SDA
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    Die iranische Regierung hat bereits acht Verdächtige festgenommen, bei denen sie Verbindungen zur CIA vermuten. Sechs davon beteiligten sich an den Protesten.

    Iran Ayatollah Ali Khamenei
    Ayatollah Ali Khamenei spricht während eines Meetings mit Mitgliedern der «Basij forces» in Teheran. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Iranische Behörden sehen Hinweise auf Kontakte der CIA zu regierungskritischen Protesten.
    • Wegen den Kontakten zur CIA wurden bereits acht verdächtige gefangen genommen.

    Die iranischen Behörden sehen nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass Teilnehmer der jüngsten regierungskritischen Proteste «Verbindungen» zum US-Geheimdienst CIA unterhalten. Insgesamt acht Verdächtige seien wegen solcher «Kontakte zur CIA» festgenommen worden.

    Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna in der Nacht zum Donnerstag unter Berufung auf das Geheimdienstministerium in Teheran. Sechs der Festgenommenen hätten sich an den Protesten der vergangenen Wochen beteiligt, zwei weitere hätten Informationen über die Proteste gesammelt, um sie ins Ausland weiterzuleiten.

    Festgenommene in unterschiedlichen Ländern ausgebildet

    Die Festgenommenen seien für ihre Tätigkeit «in unterschiedlichen Ländern ausgebildet worden», hiess es in dem Irna-Bericht weiter. Sie wurden in dem Bericht als «Bürger-Journalisten» bezeichnet.

    Die landesweiten Proteste wurden Mitte November von einer Entscheidung der Regierung von Präsident Hassan Ruhani zur drastischen Erhöhung der Benzinpreise ausgelöst. Dabei wurden zahlreiche Tankstellen, Bankfilialen und Polizeiwachen verwüstet sowie Geschäfte geplündert.

    Kundgebung im Iran
    Demonstranten rufen bei einer regierungsfreundlichen Kundgebung Slogans. Die Kundgebung wurde von den Behörden organisiert mit dem Ziel die gewalttätigen Proteste der vergangenen Woche wegen einer Benzinpreiserhöhung zu verurteilen. - dpa

    Teheran gibt die Zahl der bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften getöteten Menschen mit fünf an. Amnesty International spricht von 143 Menschen, die bei Einsätzen von Sicherheitskräften getötet worden seien. Darüber hinaus gab es rund 500 Festnahmen.

    Die USA hatten iranische Bürger aufgefordert, über das Internet Informationen zu den Protesten ins Ausland zu leiten. US-Aussenminister Mike Pompeo erklärte am Dienstag, es seien bereits 20.000 Nachrichten mit Videos, Fotos, und Notizen eingegangen.

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