Iran: Zusammenstösse zwischen Polizei und Demonstranten eskalieren
Die landesweiten Proteste im Iran dauern an und werden nach acht Tagen zunehmend gewaltsamer. Hunderte skandierten laut Angaben Parolen wie «Tod dem Diktator».

Seit vergangenen Sonntag erschüttern politische Unruhen den Iran. Sie richten sich gegen die islamischen Machthaber des Landes.
Zunächst protestierten die Menschen nur in Teheran gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung. Doch schon bald entwickelten sich laut der «FLZ» daraus landesweite politische Unruhen.
Laut Berichten kam es im Zentrum Teherans zu dramatischen Szenen, als Demonstranten Aufforderungen der Polizei ignorierten. Beamte gingen mit Schlagstöcken vor, zerrten Teilnehmer in Minibusse und jagten andere in Geschäfte.
Proteste weiten sich aus
In Teherans Vierteln rückten grosse Polizeieinheiten vor, unterstützt von Wasserwerfern gegen die Versammlungen. Ähnliche Szenen spielten sich in Maschhad ab, wo Bereitschaftspolizisten mit Schlagstöcken vorgingen.
Es waren Parolen wie «Tod dem Diktator» zu hören, berichtet der «Tagesspiegel». Die Demonstranten nahmen auch Bezug auf die jüngsten Ereignisse in Venezuela, wo die US-Streitkräfte den Staatschef Nicolás Maduro gefangen nahmen.
Die iranische Regierung verurteilte den US-Angriff auf Caracas in Venezuela scharf. Trump hatte der Führung in Teheran bereits gedroht, einzugreifen, falls Gewalt gegen Demonstranten angewendet werde.
Verhaftungen und Opferzahlen steigen im Iran
Laut Menschenrechtsorganisation Hengaw starben mindestens 17 Menschen in den Auseinandersetzungen. Die Organisationen Iran Human Rights und das Netzwerk HRANA melden zudem, es seien Hunderte Menschen verletzt oder festgenommen worden.
Die Proteste wurden durch die anhaltende Wirtschaftskrise ausgelöst, die mit starkem Währungseinbruch des Rials einhergeht. Dazu kommt eine hohe Inflation.

Später übernahm die scharfer Kritik am iranischen Regime die Überhand bei den Kundgebungen. Die Regierung kündigte gemäss «Deutschlandfunk» eine befristete Finanzhilfe für die Bevölkerung an.












