Iran: Zusammenstösse zwischen Polizei und Demonstranten eskalieren

Melisa Zec
Melisa Zec

Iran,

Die landesweiten Proteste im Iran dauern an und werden nach acht Tagen zunehmend gewaltsamer. Hunderte skandierten laut Angaben Parolen wie «Tod dem Diktator».

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Demonstration am 29. Dezember 2025 in Teheran. - keystone

Seit vergangenen Sonntag erschüttern politische Unruhen den Iran. Sie richten sich gegen die islamischen Machthaber des Landes.

Zunächst protestierten die Menschen nur in Teheran gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung. Doch schon bald entwickelten sich laut der «FLZ» daraus landesweite politische Unruhen.

Laut Berichten kam es im Zentrum Teherans zu dramatischen Szenen, als Demonstranten Aufforderungen der Polizei ignorierten. Beamte gingen mit Schlagstöcken vor, zerrten Teilnehmer in Minibusse und jagten andere in Geschäfte.

Proteste weiten sich aus

In Teherans Vierteln rückten grosse Polizeieinheiten vor, unterstützt von Wasserwerfern gegen die Versammlungen. Ähnliche Szenen spielten sich in Maschhad ab, wo Bereitschaftspolizisten mit Schlagstöcken vorgingen.

Verfolgst du die Protestbewegung im Iran?

Es waren Parolen wie «Tod dem Diktator» zu hören, berichtet der «Tagesspiegel». Die Demonstranten nahmen auch Bezug auf die jüngsten Ereignisse in Venezuela, wo die US-Streitkräfte den Staatschef Nicolás Maduro gefangen nahmen.

Die iranische Regierung verurteilte den US-Angriff auf Caracas in Venezuela scharf. Trump hatte der Führung in Teheran bereits gedroht, einzugreifen, falls Gewalt gegen Demonstranten angewendet werde.

Verhaftungen und Opferzahlen steigen im Iran

Laut Menschenrechtsorganisation Hengaw starben mindestens 17 Menschen in den Auseinandersetzungen. Die Organisationen Iran Human Rights und das Netzwerk HRANA melden zudem, es seien Hunderte Menschen verletzt oder festgenommen worden.

Die Proteste wurden durch die anhaltende Wirtschaftskrise ausgelöst, die mit starkem Währungseinbruch des Rials einhergeht. Dazu kommt eine hohe Inflation.

iran teheran
Proteste in Teheran, Iran. - keystone

Später übernahm die scharfer Kritik am iranischen Regime die Überhand bei den Kundgebungen. Die Regierung kündigte gemäss «Deutschlandfunk» eine befristete Finanzhilfe für die Bevölkerung an.

Kommentare

User #2461 (nicht angemeldet)

Ich würde mir wünschen, dass sich das iranische Volk von der Unterdrückung befreien könnte!

User #6865 (nicht angemeldet)

Die Iraner; sollen die übrigen Wintermonate, zu ihrem Frühling machen ! Also : Wann gehts los, WANN GEHTS LOS ? !!! Am 14.ten Februar ist schon wieder dieser Heuchlertag von "Valentinstag" ! Also; macht vorwärts bis dahin... !

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