Herbst

Historienserie über Wiener Kongress startet im Herbst

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

212 Jahre nach den wahren Ereignissen erweckt Disney+ mit der Serie «Vienna Game» den Wiener Kongress zum Leben. Die Historienserie mit Daniel Donskoy startet im November.

Daniel Donskoy spielt in der Historienserie «Vienna Game» zum Wiener Kongress eine der Hauptrollen. (Archivbild)
Daniel Donskoy spielt in der Historienserie «Vienna Game» zum Wiener Kongress eine der Hauptrollen. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/CHRISTOPHE GATEAU

Was war noch einmal der Wiener Kongress? Er war 1814/15, nach den Feldzügen Napoleons, eine historisch kaum zu unterschätzende Zusammenkunft von Mächtigen, in der Europa neu geordnet wurde. Viele Politiker und Prominente weilten damals in Wien.

Disney+ bringt im Herbst eine sechsteilige Serie über «die opulenteste Party des 19. Jahrhunderts» heraus, und zwar im November, wie der Streamingdienst in Berlin mitteilte. Das Drehbuch stammt von Stefan Brunner, Regie führte Hannu Salonen. Die Dreharbeiten waren schon 2024.

Die Hauptrollen in der als Historiensatire angekündigten Produktion spielen Marlene Tanczik und Daniel Donskoy. Mit dabei sind auch Heike Makatsch, Trystan Pütter, Alexander Scheer, Fritz Karl, Axel Milberg, Catrin Striebeck, Julia Anna Grob, Vladimir Burlakov, Rufus Beck und Jakob Diehl.

«Während Napoleon Bonaparte nach Elba verbannt ist, feiern und verhandeln Könige und Kronprinzen, Minister und Spione, adlige Damen und Mätressen, Glücksritter, Erfinder, Künstler und Konkubinen in Wien», formulierte es Disney schon vor einem Jahr. «Hier entscheidet sich das Schicksal Europas auf der Tanzfläche und im Boudoir.»

Die Serie sei als «packendes Machtspiel um Einfluss, Intrigen und grosse Emotionen» inszeniert, heisst es von Disney. Im Zentrum des Plots steht Wilhelmine von Sagan (Marlene Tanczik), eine verführerische Adlige, die sich durch ein tückisches Netz aus Diplomatie, Spionage und Verrat navigiere.

Ihre Ambitionen werden nicht nur durch wechselnde Allianzen und skrupellose Rivalen bedroht, sie lässt sich auch auf eine Affäre mit Baron Laski (Daniel Donskoy) ein, der als Bonapartist politisch eigentlich ein Feind ist.

Beim echten Wiener Kongress wurde damals unter der Leitung des österreichischen Aussenministers Fürst Klemens von Metternich (1773-1859) ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen den grossen Staaten Österreich, Preussen, Russland, Vereinigtes Königreich und Frankreich angestrebt. Auch der damals noch – im Vergleich zum heutigen Vatikan – grössere Kirchenstaat war eingebunden. Das Osmanische Reich blieb dagegen aussen vor.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2073 (nicht angemeldet)

Aus der Schulzeit, lang ists her, weiss ich noch, dass der Wiener Kongress auch "der tanzende Kongress" genannt wurde, weil über 14 Monate lang oder so Delegationen aus über 30 europäischen Ländern abends die Tanzlokale Wiens belagerten. Man musste halt auch unterhalten werden, nach den anstrengenden Verhandlungen tagsüber.

User #1498 (nicht angemeldet)

Dort verlor die Schweiz das Veltlin. Schade. Gleichzeitig wurde der Schweiz die bewaffnete Neutralität zugestanden.

Weiterlesen

sdf
335 Interaktionen
Urteil
Leuefäscht
71 Interaktionen
Streit beendet

MEHR HERBST

1 Interaktionen
Bei Stein am Rhein SH

MEHR AUS STADT BERN

St. Gallen / Männedorf ZH
St. Gallen / Männedorf ZH
Lausanne / Freiburg