Hilfsorganisation: Unaussprechliches Leiden im Gazastreifen

    Keystone-SDA
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    Die Hilfsorganisationen können der Bevölkerung des Gazastreifens nicht mehr helfen.

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    Ein Mädchen steht vor dem zerstörten Kulturzenter Said al-Mishal im Westen von Gaza. (Archivbild) - keystone

    Gegen das grauenhafte Leiden der Zivilbevölkerung im Gazastreifen sehen sich inzwischen auch Hilfsorganisationen machtlos. «Gegenwärtig bei all der Gewalt, den Angriffen und dem Beschuss können wir nicht hinausgehen und sicher liefern», sagte die Präsidentin von Save The Children, Janti Soeripto, in der TV-Sendung «Face the Nation» des Senders CBS.

    Die Kinder, die noch am Leben seien, würden aus Mangel an Trinkwasser verdrecktes Wasser trinken. Mit Beginn des Winters und starker Regenfälle spülten Abwässer auf die Strassen. «Es gibt kein Essen, keinen Strom, und die meisten Krankenhäuser funktionieren nicht mehr», so Soeripto.

    «Unaussprechliche» humanitäre Katastrophe

    «Es ist im Grunde unaussprechlich, was sich vor unseren Augen abspielt.» Es sei eine «unglaubliche humanitäre Katastrophe», sagte sie. Während der kürzlichen einwöchigen Feuerpause seien zwar immer noch nicht genügend Hilfsgüter in den Gazastreifen gelangt, aber man habe zumindest einige Güter bis in den Norden bringen können.

    Doch jetzt, da die Kämpfe sogar noch intensiver weitergingen, seien die Helfer nicht mehr sicher. Auch könne man Familien nicht bitten, die Hilfe selbst zu holen, da es auch für sie nicht sicher sei. «Humanitäre Organisationen können der Bevölkerung des Gazastreifens und den Kindern in der derzeitigen Situation nicht helfen», so Soeripto.

    Hungernde Bevölkerung im Gazastreifen

    Laut der Vereinten Nationen hungert inzwischen die Hälfte der Bevölkerung im Gazastreifen. Vor Beginn des seit mehr als zwei Monaten tobenden Krieges lebten in dem von Israel abgeriegelten Gebiets, das nur etwas grösser als München (D) ist, rund zwei Millionen Menschen. Davon waren rund die Hälfte Kinder und Jugendliche.

    Auslöser des Gaza-Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas sowie anderer Gruppen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten. Mehr als 1200 Menschen wurden bei den beispiellosen Terrorangriffen getötet.

    Israel begann daraufhin mit massiven Luftangriffen und seit Ende Oktober mit einer Bodenoffensive in dem Gebiet. Dabei wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde inzwischen rund 18'000 Menschen getötet und mehr als 49'200 verletzt.

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