Hilfe aus dem Ausland erreicht Katastrophengebiet in Nepal
Ausländische Helfer sind zur Unterstützung bei den Sucharbeiten im Flut-Katastrophengebiet in Nepal eingetroffen. Eine Rettungsmannschaft aus dem Nachbarland Indien sei eingetroffen, sagte Aussenminister Shishir Khanal in Kathmandu. Ein weiteres Team aus China werde bald erwartet.

Nepals Regierung habe technische Unterstützung für die Such- und Rettungsarbeiten erbeten, sagte Khanal. Die Teams sollen bei der Suche nach Arbeitern helfen, die in Tunneln an Wasserkraftwerken entlang der von der Flut betroffenen Flüsse eingeschlossen sind.
Bislang erreichten die Retter laut Khanal das Katastrophengebiet auf dem Landweg, weil das Gelände für Hubschraubereinsätze schwierig ist. «Aufgrund dieser komplexen Geografie und der Auswirkungen der Überschwemmungen gestalteten sich die Such- und Rettungsmassnahmen schwierig», sagte Khanal.
Zuvor kursierten Berichte nepalesischer Medien, dass die Regierung zunächst Hilfe aus dem Ausland abgelehnt hatte. Die «Kathmandu Post» hatte unter Berufung auf einen Beamten im Aussenministerium berichtet, die Regierung habe erklärt, die eigenen Behörden seien fähig genug für die Aufgaben. Nach Naturkatastrophen gelten die ersten Stunden als entscheidend für die Such- und Rettungsarbeiten.
Khanal bestritt entsprechende Berichte. Das Ausmass der Zerstörung sei enorm, betonte er. «Hilfe und Unterstützung werden nicht nur in der Rettungs- und Hilfsphase benötigt, sondern vor allem in der Phase des Wiederaufbaus», fügte er hinzu.










