Die Hamas hat ihre Antwort auf den US-Vorschlag übermittelt. Man verhalte sich positiv, um eine Einigung für ein Kriegsende zu erzielen.
Jihia al-Sinwar
Jihia al-Sinwar ist der Anführer der Hamas im Gazastreifen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hamas hat eine Antwort auf den US-Vorschlag übermittelt.
  • Man wolle sich positiv verhalten, um eine Einigung zu erzielen.
  • Bislang haben weder die Hamas noch Israel dem Vorschlag zugestimmt.
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Die islamistische Terrororganisation Hamas hat nach eigenen Angaben den katarischen und ägyptischen Vermittlern ihre Antwort auf den US-Vorschlag für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg übermittelt.

Die Hamas und die kleinere militante Gruppe Palästinensischer Islamischer Dschihad bekundeten in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstagabend zudem, sich «positiv zu verhalten», um eine Einigung zur Beendigung des Kriegs zu erzielen. Dies hätten sie gegenüber Katar und Ägypten zum Ausdruck gebracht.

Gaza
Im Gaza-Krieg wurden grosse Teile des Gazastreifens zerstört. Nun liegt ein Fahrplan für den Frieden und die Geisel-Freilassungen vor. - keystone

Der genaue Inhalt ihrer Antwort an die Vermittler blieb zunächst unklar. In der Erklärung hiess es lediglich, dass die Priorität für Hamas und Islamischen Dschihad darin bestehe, den Krieg im Gazastreifen vollständig zu beenden, und dass Israels Armee sich vollständig zurückzieht.

Weder Hamas noch Israel haben Friedensvorschlag zugestimmt

Ende Mai hatte US-Präsident Joe Biden überraschend einen dreistufigen Plan für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg vorgestellt. Der Plan sieht während der vollständigen Waffenruhe vor, dass eine bestimmte Gruppe israelischer Geiseln freigelassen wird. Im Gegenzug würden Palästinenser freikommen, die in Israel inhaftiert sind. In der nächsten Phase würden die Kämpfe dann dauerhaft eingestellt und die verbliebenen Geiseln freigelassen. In einer letzten Phase soll dem Entwurf zufolge der Wiederaufbau des Gazastreifens beginnen.

Den USA zufolge hat nur die Hamas dem Plan bislang nicht zugestimmt. Eine klare und öffentliche Zustimmung gibt es bislang aber auch von der israelischen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht. Der UN-Sicherheitsrat hat sich inzwischen für den Vorschlag ausgesprochen. Er nahm zuletzt eine entsprechende Resolution an.

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