Haftbefehl gegen Ashin Wirathu erlassen

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    Myanmar,

    Ashin Wirathu macht seit Jahren Stimmung gegen Muslime in Myanmar. Nun hat der Staat einen Haftbefehl gegen den buddhistischen Hassprediger erlassen.

    Ashin Wirathu
    Der buddhistische Mönch Ashin Wirathu (M.) im Jahr 2013. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Myanmar hat einen Haftbefehl gegen Ashin Wirathu erlassen.
    • Dem buddhistischen Hassprediger droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft.

    Myanmar hat Haftbefehl gegen den prominentesten buddhistischen Hassprediger des südostasiatischen Landes erlassen. Dem Mönch Ashin Wirathu wird von den Justizbehörden «Aufruhr» zur Last gelegt, wie das Online-Portal Myanmar Now am Mittwoch berichtete.

    Der 50-Jährige macht in dem mehrheitlich buddhistischen Land seit Jahren Stimmung gegen Muslime. In jüngster Zeit kritisierte er zunehmend auch die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Bei einer Verurteilung droht ihm bis zu lebenslange Haft.

    Ashin Wirathu sagte der Zeitung «Irrawadday» (Mittwoch), er werde sich gegen die Vollstreckung des Haftbefehls nicht wehren. Nach eigenen Angaben hält er sich in Rangun auf, der grössten Stadt Myanmars (ehemals: Birma).

    Ashin Wirathu Myanmar
    Zuletzt kritisierte Ashin Wirathu auch Friedensnobelpreisträgerin und Regierungschefin Aung San Suu Kyi. - keystone

    Wirathu gilt als Kopf einer ultranationalistischen Bewegung. Vor einigen Tagen warf er der Regierungschefin vor, sich von Ausländern beeinflussen zu lassen und auch mit ihnen zu «schlafen». Die 73-Jährige steht wegen des brutalen Vorgehens gegen Muslime international massiv in der Kritik.

    Ashin Wirathu begann nach seiner Freilassung mit Hassreden gegen Muslime

    Wirathu sass zu Zeiten der Militärdiktatur jahrelang im Gefängnis. Nach seiner Freilassung begann er mit Hassreden gegen Muslime. Aus Furcht vor Verfolgung sind inzwischen mehr als 700'000 Angehörige der Rohingya-Minderheit ins Nachbarland Bangladesch geflohen.

    Viele machen Wirathu für den Hass auf Muslime mitverantwortlich. Das US-Nachrichtenmagazin «Time» nannte ihn schon 2013 das «Gesicht des buddhistischen Terrors».

    Der Internet-Konzern Facebook hat Wirathus Konto mit Hunderttausenden Followern seit Januar 2018 gesperrt. Seit vergangenem Monat darf der Mönch auch nicht mehr nach Thailand einreisen. In Myanmar sind von etwa 54 Millionen Einwohnern knapp 90 Prozent buddhistischen Glaubens.

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