Gotabaya Rajapaksa: Sri Lankas Präsident offiziell zurückgetreten

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    Sri Lanka,

    Gotabaya Rajapaksa, der Präsident Sri Lankas, flüchtete kürzlich auf die Malediven. Nun ist sein Rücktritt offiziell.

    Gotabaya Rajapaksa
    Gotabaya Rajapaksa, der ehemalige Präsident von Sri Lanka. - sda - Keystone/ZUMA Wire/Pradeep Dambarage

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sri Lankas Präsident Gotabaya Rajapaksa ist offiziell zurückgetreten.
    • Rajapaksa hatte sich nach Protesten am Mittwoch auf die Malediven abgesetzt.
    • Premierminister Ranil Wickremesinghe soll nochmals als Interimspräsident vereidigt werden.

    Sri Lankas ist ausser Landes geflüchtet. Am Freitag ist er offiziell zurückgetreten. Parlamentspräsident Mahinda Yapa Abeywardena verkündete in der Hauptstadt Colombo, er habe das formelle Rücktrittsschreiben per Post erhalten und akzeptiert. Nach Angaben seines Büros hatte Rajapaksa das Schreiben am Donnerstagabend bereits per E-Mail geschickt.

    Gotabaya Rajapaksa
    Präsident Gotabaya Rajapaksa im Januar 2020 - AFP/Archiv

    Infolge der beispiellosen Massenproteste hatte sich Gotabaya Rajapaksa am Mittwoch gemeinsam mit seiner Frau auf die nahe gelegenen Malediven abgesetzt.

    Demonstranten hatten zuvor den Präsidentenpalast sowie andere Regierungsgebäude gestürmt und den Rücktritt von Gotabaya Rajapaksa gefordert. Am Donnerstag flog der faktisch bereits entmachtete Staatschef nach Singapur weiter.

    Ranil Wickremesinghe Sri Lanka
    Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe wird wegen dem Rücktritt von Gotabaya Rajapaksa als Interimpräsident vereidigt werden.. - Keystone

    Nun soll der während Rajapaksas Abwesenheit geschäftsführende Präsident und Premierminister Ranil Wickremesinghe nochmals als Interimspräsident vereidigt werden. Am Samstag soll sich das Parlament treffen, um ein Datum für die Wahl eines neuen Präsidenten zu bestimmen.

    Wirtschaftskrise in Sri Lanka ist Grund für Rücktritt von Gotabaya Rajapaksa

    Der Inselstaat südlich von Indien mit seinen etwa 22 Millionen Einwohnern durchlebt die schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Es mangelt an Treibstoff, Gas zum Kochen, Medikamenten und Lebensmitteln.

    Die Gründe dafür sind vielfältig: Zu nennen sind vor allem wirtschaftliches Missmanagement sowie fehlende Einnahmen aus dem Tourismus, besonders infolge der Corona-Pandemie. Dem stark verschuldeten Land fehlt das Geld, um wichtige Güter zu importieren. Als Folge der Verknappung wichtiger Güter und stark gestiegener Preise protestierten Zehntausende Menschen gegen die politische Führung.

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