Vor dem Ausbruch des Krieges gehörte die Uraine zu den grossen Lieferanten von Bio-Futtermittel. Nun könnte es knapp werden. Geflügelhalter fürchten um ihren Bio-Status.
Ukraine-Krieg Diebstahl
Ukraine-Krieg: Russische Soldaten stahlen in Melitopol zahlreiche landwirtschaftliche Fahrzeuge. (Symbolbild) - Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Den Bio-Geflügelhaltern könnte in den kommenden Monaten wegen des Ukraine-Krieges das geeignete Futter ausgehen.

«Die Bio-Tierhalter sind als erste von den Kriegsauswirkungen betroffen. Wir werden eine echte Versorgungskrise beim Bio-Futter, insbesondere beim Eiweiss, haben», sagte der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). Die Vorräte reichten bis auf wenige Ausnahmen nur noch bis Juni oder Juli.

Zwar könnte dann auch konventionelles Futter verfüttert werden. Das bedeute aber den Verlust des Bio-Status. Ripke rief die Bundesregierung dazu auf, die Pflicht zur Verfütterung von Bio-Futter zeitweise auszusetzen. Ohne Ausnahme stünde die Produktion von Bio-Eiern «vor einem harten Bruch», so Ripke.

Nach Verbandsangaben werden in Deutschland etwa zwölf Prozent der Legehennen in Bio-Betrieben gehalten. Die Ukraine gehörte demnach bis Kriegsausbruch zu den grossen Produzenten von Bio-Futter oder einzelner Futterkomponenten. Eine vergleichbare Entwicklung zeichnet sich nach Ripkes Angaben im Bereich des gentechnikfreien Futters ab, das auch in der konventionellen Tierhaltung verfüttert wird. Auch hier stammten grosse Teile des Futters aus der Ukraine.

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