Gazastreifen: Proteste fordern drittes Todesopfer

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    Israel,

    Nach den Protesten am Freitag im Gazastreifen ist nun das dritte Opfer gestorben. An der Grenze kommt es seit Ende März zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

    Die Palästinenser warfen Steine und rollten brennende Reifen.
    Die Palästinenser warfen Steine und rollten brennende Reifen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach den Protesten am Gazastreifen bei Israel starb bereits das dritte Opfer.
    • Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der Armee.

    Die Proteste im Gazastreifen vom Freitag haben ein drittes Todesopfer gefordert. Ein Jugendlicher aus dem Gazastreifen ist nach Behördenangaben am Samstag gestorben, nachdem er von israelischen Truppen an der Grenze angeschossen wurde.

    Der 17-Jährige sei bei Protesten in der Nähe der Grenzstadt Rafah im Süden des Gazastreifens am Freitag in die Brust geschossen worden, erklärte das Gesundheitsministerium im von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen. Damit stieg die Zahl der bei den Protesten am Freitag getöteten Palästinenser auf drei.

    Bereits am Freitag waren nach palästinensischen Angaben ein Zwölfjähriger und ein 43-Jähriger durch Schüsse der israelischen Armee gestorben.

    Die israelische Armee äusserte sich zunächst nicht zu den Getöteten. Sie erklärte aber, dass rund 7000 palästinensische «Randalierer» an der Grenze Steine auf israelische Soldaten geworfen sowie brennende Reifen gerollt hätten.

    Vergeltungsangriffe

    Seit Ende März kommt es immer wieder und besonders freitags zu gewaltsamen Auseinandersetzungen an der Grenze des von Israel abgeriegelten Gazastreifens. Vergangenen Freitag starb dabei erstmals seit vier Jahren ein israelischer Soldat. Die Armee reagierte mit massiven Vergeltungsangriffen.

    157 Palästinenser wurden seit Ende März bei den Auseinandersetzungen im Gazastreifen getötet. Unter anderem Uno-Generalsekretär Antonio Guterres warnte angesichts der Gewalt vor einem «neuen zerstörerischen Konflikt».

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