Fünf Fussball Vertreter in Afghanistan wegen Vorwürfen suspendiert

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    Spielerinnen des afghanische Fussball-Frauenteams sollen missbraucht worden sein. Die Vorwürfe ziehen nun Konsequenzen nach sich.

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    Ashraf Ghani. - afp

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fünf Männer wurden nach Missbrauchsvorwürfen im afghanischen Frauen-Fussball suspendiert.
    • Der afghanische Staatspräsident Ashraf Ghani zeigt sich schockiert.

    Der afghanische Fussballverband AFF hat fünf hochrangige Offizielle, darunter auch den Verbandspräsidenten, wegen der Missbrauchsvorwürfe im nationalen Frauen-Fussball suspendiert. Erst am Dienstag hatte sich Staatspräsident Ashraf Ghani schockiert über der Vorwürfe gezeigt und eine Untersuchung der Vorfälle gefordert, bei denen Nationalspielerinnen sexuell missbraucht und körperlich misshandelt worden sein sollen.

    «Der Präsident des Fussballverbandes, sein Stellvertreter, der Generalsekretär des Bundesverbandes, der Torwartchef und der Leiter der Koordinatoren der Provinzen wurden suspendiert», sagte Generalstaatsanwalt Jamshid Rasuli der französischen Nachrichtenagentur AFP. Damit solle gewährleistet werden, dass die Beweise gesichert und die Ermittlungen gründlich durchgeführt werden können.

    Misshandlungen unter anderem im Trainingslager

    Vertreter des Frauenteams hatten dem Guardian gesagt, dass die Misshandlungen im Lande – unter anderem im Hauptquartier des Verbandes – und bei einem Trainingslager in Jordanien im Februar 2018 stattgefunden haben sollen.

    Hauptsponsor Hummel zog bereits nach Bekanntwerden der Anschuldigungen Konsequenzen und beendete die Zusammenarbeit mit dem Verband. Der Weltverband Fifa erklärte, Untersuchungen eingeleitet zu haben. Verbandssprecher Safi Sadab kündigte an, dass der AFF bereit sei, bei der Untersuchung zu kooperieren.

    «Gerade weil diese Beschuldigungen dazu führen, dass die Leute ihre Söhne und Töchter nicht mehr zum Sport schicken, müssen wir sofort und umfangreich handeln. Ich toleriere keinen sexuellen Missbrauch», hatte Ghani angekündigt.

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