Nach Flugzeugabsturz in Indonesien suchen Tauchroboter das Meer ab

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    Indonesien,

    Während Tauchroboter die Unglücksstelle absuchen, betont Indonesiens Präsident Widodo, dass Spekulationen über Ursache der Verantwortung verfrüht seien.

    Überbleibsel des abgestürzten Flugzeugs der Lion Air schwimmen in der Javasee.
    Überbleibsel des abgestürzten Flugzeugs der Lion Air schwimmen in der Javasee. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach dem Absturz der Lion-Air-Maschine suchen Experten den Meeresboden der Javasee ab.
    • Einzelne Wrackteile und Leichenteile konnten bereits gesichtet und geborgen werden.
    • Die genaue Position des Flugzeugrumpfes ist aber noch nicht bekannt.

    Nach dem Absturz einer Billigflug-Maschine mit 189 Menschen an Bord in Indonesien haben Spezialisten den Meeresboden der Javasee weiter nach den Trümmern des Flugzeugs abgesucht. Dabei setzten sie am vermuteten Absturzort Tauchroboter ein, wie die Agentur Antara am Dienstagmorgen berichtete.

    Zunächst seien einzelne Wrackteile und später auch Leichenteile gesichtet und geborgen worden. «Wir haben schon zehn Säcke mit Körper- und Wrackteilen geborgen», sagte Made Oka, Sprecher der nationalen Rettungsbehörde. «Aber die genaue Position des Flugzeugrumpfes ist noch nicht bekannt.»

    Ein Boot mit Rettungskräften in Indonesien
    Rettungskräfte suchen in Indonesien nach Wrackteilen und Opfern, nachdem heute am 29.10.2018 vor West Java ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Lion Air ins Meer stürzte. - dpa

    189 Menschen starben beim Absturz

    Schon wenige Stunden nach dem Unglück gingen die Behörden davon aus, dass niemand den Absturz der Boeing 737 der indonesischen Gesellschaft Lion Air überlebt hat. An Bord waren nach Angaben des Geschäftsführers der Airline, Edward Sirait, 189 Menschen. Die Fluglinie vermutete ein technisches Problem als Ursache.

    Staatspräsident Joko Widodo wollte sich zunächst nicht zur Verantwortung der Fluggesellschaft äussern. «Jetzt konzentrieren wir uns darauf, den Flugzeugrumpf und die Opfer zu finden», sagte er am Montagabend in Jakarta. Über eventuelle Massnahmen gegen Lion Air müsse zu diesem Zeitpunkt nicht gesprochen werden.

    Widodo lehnte auch Spekulationen über Ursache des Absturzes ab. Sobald die «Black Boxes» – die Flugschreiber mit Aufzeichnungen aus dem Cockpit – gefunden und ausgewertet seien, könne die Diskussion fortgesetzt werden.

    Keine Überlebenden auf Meeresoberfläche gefunden

    Das Flugzeug war am Montagmorgen in Jakarta gestartet. Die Boeing der neuen Baureihe MAX 8 war auf dem Weg nach Pangkal Pinang, der grössten Stadt der Nachbarinsel Bangka. Kurz nach dem Start um 6.20 Uhr (0.20 Uhr MEZ) bat der indische Pilot – ein erfahrener Mann mit 6000 Flugstunden – wegen eines technischen Problems, nach Jakarta zurückkehren zu dürfen.

    13 Minuten nach dem Start sei der Kontakt abgebrochen, sagte ein Sprecher der Flugverkehrsbehörde. Die Wetterbedingungen galten zur Startzeit als gut.

    «Wir haben die Meeresoberfläche abgesucht und keine Überlebenden gefunden», sagte der Chef von Indonesiens Such- und Rettungsagentur, Muhammad Syaugi, der Deutschen Presse-Agentur. Das Wrack liegt in etwa 35 Meter Tiefe auf dem Grund der Javasee.

    Das Flugzeug war seit Mitte August in Betrieb und hatte erst 800 Flugstunden hinter sich. Lion Air ist die grösste Billigfluglinie des Inselstaats Indonesien, wo der Billigflugsektor wie in ganz Asien boomt.

    Flugzeuge der Fluggesellschaft Lion Air stehen auf dem International Airport auf Bali (Indonesien).
    Flugzeuge der Fluggesellschaft Lion Air stehen auf dem International Airport auf Bali (Indonesien). - dpa

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