Omikron hat nun auch den Gazastreifen erreicht. Das dortige Gesundheitsministerium rechne mit einer «unausweichlichen» neuen Erkrankungswelle.
Omicron
Eine Hand hält vor der Aufschrift «Omicron (B.1.1.529): SARS-CoV-2» eine Spritze hoch. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gazastreifen wurde der erste Omikron-Fall nachgewiesen.
  • Das Gesundheitsministerium rechnet nun mit einer raschen Ausbreitung.

Im Gazastreifen ist der erste Fall einer Ansteckung mit der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium der dort herrschenden islamistischen Hamas-Organisation teilte dies am Sonntag mit.

Man rechne mit einer «unausweichlichen» neuen Erkrankungswelle und einer raschen Ausbreitung in dem dicht besiedelten Palästinensergebiet, hiess es in der Mitteilung. Das Gesundheitsministerium unternehme aber alles, um die Ausbreitung der ansteckenderen Variante in dem Küstenstreifen mit rund zwei Millionen Einwohnern einzudämmen.

Insgesamt sind in Gaza bisher rund eine halbe Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Fast 190 000 Einwohner haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert, die meisten sind inzwischen wieder genesen. 1691 Menschen sind bislang im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitserwägungen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

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