Erneut öffentliche Auspeitschungen in Afghanistan

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    Aufgrund von Homosexualität wurden abermals zwei Menschen in Afghanistan öffentlich ausgepeitscht.

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    Die Taliban sehen Homosexualität als Sünde an - deswegen wird sie mit Peitschenhieben bestraft. - Unsplash

    In Afghanistan sind erneut zwei Menschen wegen mutmasslich homosexueller Handlungen öffentlich ausgepeitscht worden. Wie der Oberste Gerichtshof der in dem Land herrschenden islamistischen Taliban am Mittwoch bekanntgab, wurden zwei Personen in der nördlichen Provinz Sar-i Pul zu insgesamt 52 Peitschenhieben verurteilt.

    Die Strafe sei bereits am Montag vollzogen worden. Zugleich seien Haftstrafen verhängt worden, hiess es weiter.

    Wegen «moralischer Verbrechen» bestraft

    Erst Anfang des Monats liess ein Gericht in der gleichen Provinz insgesamt 63 Männer und Frauen auspeitschen. Einigen der Verurteilten wurden ebenfalls homosexuelle Handlungen vorgeworfen.

    Der Oberste Gerichtshof gab am Mittwoch zudem die öffentliche Auspeitschung einer Person in der ostafghanischen Provinz Paktia bekannt, der «moralische Verbrechen» vorgeworfen wurden. Der oder die Verurteilte muss zudem für ein Jahr in Haft. In der ebenfalls östlichen Provinz Paktika sei es derweil zu einer Vergebung für einen Mord durch die Opferfamilie gekommen.

    Bald auch Steinigungen? Scharia gefordert

    Die Taliban führten nach ihrer Rückkehr an die Macht in Afghanistan im August 2021 trotz Kritik von Menschenrechtsorganisationen und den Vereinten Nationen wieder öffentliche Strafen ein, darunter Hinrichtungen und Auspeitschungen für Verbrechen wie Mord, Raub und Ehebruch. Seitdem wurden fünf wegen Mordes verurteilte Männer öffentlich hingerichtet.

    Vergangenen März versprach der oberste Talibanführer Haibatullah Achundsada die vollständige Einführung der Scharia in Afghanistan. In einer Audiobotschaft erwähnte er ausdrücklich Strafen für Ehebruch wie Steinigung und öffentliche Auspeitschungen.

    Kommentare

    Luxy-1

    Und fast täglich werden dort Frauen tod geschlagen und Kinder vergewaltigt, aber nur über die Homosexuellen wird berichtet.

    Denker-1

    So wird überal auf der Welt übertrieben. In Afghanistan auf die eine Weise, hier in CH auf die Andere. Die goldene Mitte wäre: Jede(r,s) soll wie e(r,s) will. Aber lasst die Leute (grosse Mehrheit) in Ruhe damit...

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