Emirate sanktionieren Irans grösste staatliche Bank
Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat Irans grösster Staatsbank, Bank Melli, die Geschäftstätigkeit im Golfstaat weitgehend untersagt.

Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat Irans grösstem staatlichen Finanzinstitut, Bank Melli, die Geschäftstätigkeit in dem Golfstaat weitestgehend untersagt. Die Bank dürfe in den Emiraten keine Finanztransaktionen aus dem Iran oder in den Iran mehr abwickeln, erklärte die Notenbank. Dies gelte auch für Überweisungen und die Finanzierung von Handelsgeschäften. Dubai und die übrigen Emirate waren für den Iran zuletzt eine sehr wichtige Drehscheibe für Finanz- und Handelsgeschäfte.
Die Zentralbank der Emirate wirft Bank Melli Verstösse gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismus und der Verbreitung von Waffen vor. Mit der Sanktionierung des Instituts durch den US-Verbündeten erhöht sich im andauernden Konflikt zwischen den USA und dem Iran der wirtschaftliche Druck auf die Islamische Republik weiter.
Die USA hatten kürzlich angekündigt, den Iran mit neuen Sanktionen wirtschaftlich weiter isolieren und so die Führung in die Knie zwingen zu wollen. Zudem drohte Washington sogenannte Sekundärsanktionen gegen Länder und Organisationen an, die in den Wirtschaftsbereichen digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt noch Geschäfte mit dem Iran machen. «Wir setzen die Iraner so unter Druck, wie sie es noch gesehen haben», bekräftigte US-Finanzminister Scott Bessent im US-Sender Fox News.
Die Sanktionen der Zentralbank erfolgt, nachdem die Emirate im August beschlossen hatten, sämtliche Handels- und Finanztransaktionen mit Teheran bis auf weiteres auszusetzen. Seit Beginn des Iran-Krieges hat die Führung in Teheran mit den USA verbündete Nachbarländer wiederholt angegriffen, darunter auch die Emirate.










