Elf Tote bei Konflikt zwischen Hirten und Landwirten im Tschad

    Keystone-SDA
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    Tschad,

    Bei einer Auseinandersetzung zwischen Hirten und Landwirten im Tschad sind am Freitag elf Menschen getötet worden. Die Bauern hätten die Hirten bei der Durchquerung von Korridoren für die Wanderweidewirtschaft überfallen, sagte Sougour Mahamat Galma, Gouverneur der Provinz Guéra im südlichen Zentrum des Landes.

    Hirte mit Herde in ausgetrocknetem See bei Chennai
    Hirte mit Herde in ausgetrocknetem See bei Chennai - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Er habe die Armee um Hilfe angefragt, da er ein erneutes Aufflammen der Gewalt befürchte.

    Im Tschad kommt es immer wieder zu Zusammenstössen zwischen halbnomadischen und sesshaften Gemeinschaften.

    Etwa ein Dutzend Polizeifahrzeuge wurden an den Tatort in der Unterpräfektur von Kouka Margne gerufen, wo sie beschossen wurden. Sie «umzingeln derzeit die Hirten und ihre Herden», führte der Gouverneur fort.

    Galma hatte die Zahl der Toten zunächst mit neun beziffert, doch zwei weitere Viehhirten waren seinen Angaben nach zur Verstärkung auf Pferden geritten gekommen und zunächst von den Bauern entführt, dann getötet worden.

    Landwirte im Süden und im Zentrums des Tschad, wo viele Bewohner Waffen besitzen, entflammen immer wieder Konflikte. Die Landwirte werfen den Hirten vor, ihre Tiere auf den Feldern der Bauern grasen zu lassen. Im September waren bei einem Konflikt zwischen Hirten und Bauern im Dorf Marabe 19 Menschen getötet und 22 Menschen verletzt worden.

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