Dutzende Tote bei Kämpfen mit Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia
In Somalia haben schwere Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab zu Dutzenden Toten geführt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden 75 Kämpfer der Miliz in der südwestlichen Provinz Bay getötet .

Mindestens 56 weitere seien verletzt worden. Al-Shabaab sprach von 300 getöteten Soldaten.
Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig bestätigen. Ein örtlicher Viehbesitzer sagte der Nachrichtenagentur DPA, er habe nach den Kämpfen am Montagabend zahlreiche Leichen in Uniform im Busch verstreut gesehen. Viele Anwohner seien vor Luftangriffen geflohen.
Al-Shabaab macht sich nach Angaben von Experten einen politischen Machtkampf im Südwesten des Landes zu nutzen, um seine Position in der Region zu stärken. Dort stehen seit Monaten Milizen des früheren Präsidenten des Bundesstaats South West State, Abdiaziz Hassan Mohamed Laftagareen, mit der Regierungsarmee in Konflikt. Nachdem Bundeskräfte im März die Kontrolle über die Stadt Baidoa übernommen hatten, trat Laftagareen zurück. Seitdem kommt es immer wieder zu Kämpfen mit seinen Anhängern, die oftmals von Al-Shabaab unterstützt werden, und der Regierung.
Das Land am Horn Afrikas mit rund 20 Millionen Einwohnern wird seit Jahren von Konflikten erschüttert. Al-Shabaab kontrolliert grosse ländliche Gebiete im Süden und Zentrum des Landes. Zugleich verschärfen Machtkämpfe zwischen der Bundesregierung und einzelnen Regionalregierungen die instabile Lage.










