China und Russland fordern USA und Iran zu Zurückhaltung auf

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Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich. Nun haben China und Russland beide Länder zur Zurückhaltung aufgefordert.

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Der chinesische Aussenminister Wang Yi. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • China und Russland fordern die USA und den Iran zur Zurückhaltung auf.
  • Die USA kündigten an, weitere Soldaten in die Nahost-Region zu schicken.
  • Dies bereitet dem chinesischen Aussenminister Wang Yi Sorgen.

Angesichts der verschärften Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat China beide Länder zur Zurückhaltung aufgefordert. «Wir rufen alle Parteien auf, vernünftig zu bleiben», sagte der chinesische Aussenminister Wang Yi am Dienstag in Peking.

Es dürfe keine «Pandora-Büchse» geöffnet werden. Das sagte Wang zur von den USA angekündigte Entsendung von weiteren tausend Soldaten in die Nahost-Region.

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Es dürfe keine «Pandora-Büchse» geöffnet werden, sagte Wang. - Keystone

Auch Russland reagiert besorgt auf US-Pläne, weitere Soldaten in die Golfregion zu entsenden. «Dies bereitet uns grosse Sorgen», sagte Vizeaussenminister Sergej Rjabkow am Dienstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Der Kreml rief zur Zurückhaltung auf. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow sagte: «Wir würden lieber keine Schritte sehen, die in einer ohnehin schon unruhigen Region weitere Spannung schaffen würden.»

Aufforderung an Iran

Der chinesische Aussenminister forderte zugleich die iranische Regierung auf, das 2015 unterzeichnete Atomabkommen nicht «leichtfertig» aufzugeben.

Die iranische Atomenergiebehörde hatte am Montag angekündigt: Das Land werde noch im Juni die in der Vereinbarung festgelegte Menge von angereichertem Uran überschreiten. Damit erhöhte Teheran den Druck auf die Europäer, mehr für die Umsetzung der wirtschaftlichen Seite des Atomabkommens zu tun.

Die USA und der Iran sollten «zurückhaltend» bleiben. Sie sollten «nicht irgendwelche Massnahmen ergreifen, um eine Eskalation der Spannungen in der Region zu provozieren», sagte Wang.

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