Nach einem Corona-Ausbruch in der nordchinesischen Stadt Tianjin haben die Behörden die fast 14 Millionen Bewohner aufgerufen, zu Hause zu bleiben.
Mitarbeiter der Gesundheitsdienste mit Test-Kits
Mitarbeiter der Gesundheitsdienste mit Test-Kits - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Etwa 20 Corona-Fälle wurden in Tianjin registriert.
  • Die Stadt zunächst nicht in den Lockdown gesetzt.
  • Die Behörden haben nun Massentests angekündigt.

Wie staatliche Medien berichteten, waren zuletzt mehr als 20 Corona-Fälle in der Stadt entdeckt worden, darunter auch mindestens zwei Ansteckungen mit der Omikron-Variante. Nach Angaben der Gesundheitskommission infizierten sich die meisten Betroffenen im Ausland.

Den Bürgern der 150 Kilometer südöstlich von Peking gelegenen Stadt wurde mitgeteilt, dass sie bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses keinen «grünen» Code in den Corona-Apps auf ihren Smartphones erhalten würden. Solche Codes müssen in China etwa bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vorgezeigt werden. Ein Lockdown wurde zunächst nicht veranlasst.

Angst wegen Winterspielen in Peking

Obwohl die Zahl der Infektionsfälle in China im Vergleich zu anderen Ländern immer noch verschwindend gering ist, gehen die Behörden rigoros gegen neue Ausbrüche vor. Üblich sind regionale Lockdowns, Massentests und Reisebeschränkungen. Die Behörden wollen das Virus unbedingt eindämmen, bevor im Februar die Olympischen Winterspiele in Peking beginnen.

Im Dezember war in der Stadt Xi'an ein Lockdown verhängt worden. Wegen dutzender Corona-Fälle waren zudem die Reisebeschränkungen drastisch verschärft worden und die Stadt nach aussen so gut wie abgeriegelt worden. Zahlreiche Bürger beschwerten sich über Versorgungsprobleme.

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