Bali-Fähre in Brand – über 170 Menschen an Bord

    In Indonesien ist eine Fähre zwischen zwei bekannten Ferieninseln in Brand geraten. Über 170 Menschen waren an Bord und wurden bis auf eine Ausnahme gerettet.

    Indonesien
    Die betroffene Fähre wird evakuiert. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Fähre hat zwischen Bali und Lombok Feuer gefangen.
    • Zwischen den indonesischen Inseln lief eine grossangelegte Rettungsaktion an.
    • Über 170 Menschen waren an Bord – eine 19-jährige Indonesierin kam ums Leben.
    • Schweizer Betroffene sind dem EDA bislang nicht bekannt.

    Zwischen den beliebten indonesischen Inseln Bali und Lombok ist eine Fähre in Brand geraten.

    Die «Putri Yasmin» war am frühen Morgen auf dem Weg von der kleinen balinesischen Hafenstadt Padang Bai nach Lembar auf der Nachbarinsel, als auf der Fahrt durch die Lombokstrasse plötzlich das Feuer ausbrach.

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    Passagiere der brennenden Fähre zwischen Bali und Lombok werden evakuiert. - keystone

    Eine grossangelegte Rettungsaktion lief an, mehrere Schiffe und ein Helikopter wurden zur Unglücksstelle geschickt, wie die Nachrichtenagentur Antara unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete. Auch andere Schiffe und Fähren, die sich zufällig in der Nähe befanden, nahmen Kurs auf die brennende «Putri Yasmin».

    Fast alle der wahrscheinlich mehr als 170 Menschen an Bord der in Brand geratenen Fähre sind nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht worden. Die Einsatzkräfte bestätigten aber ein Todesopfer. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine 19-jährige Indonesierin. Die genauen Todesumstände waren zunächst unklar.

    Dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) liegen derzeit keine Informationen über betroffene Schweizer Staatsangehörige vor, heisst es auf Anfrage von Nau.ch.

    Genaue Zahl der Passagiere unklar

    Über die genaue Anzahl der Passagiere und Crewmitglieder gab es unterschiedliche Angaben. Einige Behörden und Medien sprachen von etwa 130 Menschen an Bord, die Einsatzkräfte aus Mataram auf Lombok gingen von rund 170 Menschen aus. Darunter waren nach Informationen des Senders ABC auch zwei Australier.

    Zuvor hatte der Chef der Hafenbehörde, Heri Wiyanto, von 131 Menschen an Bord gesprochen – 114 Passagiere und 17 Crew-Mitglieder. Unklar war zunächst, ob auch Ausländer auf der Fähre waren.

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    Evakuierte Passagiere werden auf Bali behandelt. - keystone

    Die Passagiere waren mit Rettungswesten ausgestattet, einige nutzten während der Evakuierung Rettungsboote der Fähre, wie Aufnahmen des Senders Metro TV zeigten. Starker Wind, dichter Rauch und hoher Wellengang erschwerten den Einsatz aber nach Angaben von beteiligten Rettern.

    Beliebte Touristen-Route

    Was das Feuer auslöste, muss noch untersucht werden. Nach Berichten lokaler Medien könnte der Brand von einem Lastwagen an Bord ausgegangen sein.

    Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Ein Sprecher der indonesischen Marineeinheit auf Lombok erklärte, auf der Fähre sei der Strom ausgefallen, zudem sei sie auf Grund gelaufen und nicht mehr fahrbereit.

    Die Strecke Padang Bai-Lembar verbindet Bali und Lombok und wird auch von Touristen genutzt, die zwischen den beiden beliebten Reisezielen wechseln. Beide Inseln sind wegen ihrer schönen Strände, Reisterrassen, Vulkane und tollen Surfspots bei Reisenden aus aller Welt beliebt.

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    Die Fähre, die Lombok und Bali verbindet, muss evakuiert werden. - keystone

    Im Inselstaat Indonesien kommt es immer wieder zu Fährunglücken, teilweise mit vielen Toten.

    Erst Anfang August war eine Fähre mit mehr als 270 Menschen an Bord auf dem Weg von Java nach Sulawesi in Brand geraten. Viele Passagiere wurden gerettet, jedoch gab es mehrere Tote und Dutzende Vermisste. In Indonesien dauert es oft Jahre, bis die Behörden Vermisste formell für tot erklären.

    Im Juli vergangenen Jahres war eine Fähre zwischen Java und Bali gesunken. Fast 20 Menschen starben, 16 weitere gelten bis heute als vermisst.

    Bei einem der schwersten Schiffunglücke in dem Land waren im Dezember 2006 bis zu 500 Menschen ums Leben gekommen, als die «Senopati Nusantara» zwischen Borneo und Java bei schwerem Sturm in der Javasee sank.

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