Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Strasse von Hormus
USA, Iran und Oman stehen laut «Axios» kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der Strasse von Hormus – Trump erwartet eine Einigung noch diese Woche.

Das Wichtigste in Kürze
- USA, Iran und Oman verhandeln laut «Axios» über eine Öffnung der Strasse von Hormus.
- Trump rechnet mit einer Öffnung am Mittwoch oder Donnerstag und spricht von Fortschritten.
- Der Schiffsverkehr durch die Meerenge liegt derzeit weit unter dem Niveau vor dem Krieg.
Im Iran-Krieg stehen die USA, der Iran und der Oman dem US-Portal «Axios» zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Strasse von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtet «Axios» unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion.
US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview ausserdem, man führe «sehr gute» Gespräche.
«Axios» schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weissen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme.
US-Finanzminister geht von freier Durchfahrt aus
Bereits am gestrigen Dienstag hatten alle Zeichen darauf hingedeutet, dass in Kürze eine Einigung verkündet werden könnte. Entsprechend äusserten sich etwa US-Finanzminister Scott Bessent und ein Sprecher des katarischen Aussenministeriums, Madschid al-Ansari. Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung sagte Bessent, er gehe von einer freien Durchfahrt aus.
Die anhaltenden Spannungen in der Region setzen den Schiffsverkehr im Nahen Osten weiterhin unter Druck: In der vergangenen Woche durchfuhren demnach täglich im Schnitt etwa 16 Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Vor den von Israel und den USA gestarteten Luftangriffen auf den Iran Ende Februar waren es Branchendiensten zufolge täglich zwischen 60 und 140.

Durch Drohungen und Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen gegenüber Saudi-Arabien ist zudem die Schifffahrt durch den Seeweg Bab al-Mandab am Ausgang des Roten Meers beeinträchtigt.





