Bangladesch stoppt Pläne zur Milchspende an Babys nach Kritik von Muslimen

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    In Bangladesch wollte ein Spital eine Muttermilch-Spende an Babys planen. Weil sich Muslime beschwerten, wurde das Vorhaben wieder gestoppt.

    Milchbank in Nairobi
    Milchbank in Nairobi - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Spital stoppte seine Pläne zur Spende von Muttermilch an Babys.
    • Muslime beschwerten sich, weil dies gegen islamisches Recht verstosse.

    Ein Krankenhaus in Bangladesch hat wegen des Protests muslimischer Geistlicher seine Pläne zur Spende von Muttermilch an Babys gestoppt.

    Das Programm zielte darauf ab, bis zu 500 Waise und Babys berufstätiger Müttern in dem mehrheitlich muslimischen Land zu ernähren. Nach Auffassung der konservativen Kleriker verstossen Milchbanken jedoch gegen islamisches Recht.

    Angst vor Fehlern beim Aufbewahren...

    Sie fürchten unter anderem, dass zwei Babys Muttermilch von derselben Frau trinken und später heiraten könnten. «Ihre Ehe und Nachkommenschaft wären illegal», sagte Gazi Ataur Rahman, ein Sprecher der einflussreichen Partei Islami Andolan.

    Der prominente Geistliche Fariduddin Masoud forderte: Die Behörden sollten herausfinden, wie andere Nationen mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung mit Milchbanken verfahren. «Wir sollten uns zusammensetzen, um eine Lösung zu finden», sagte er. Die oberste islamische Führung hat bislang noch keine Entscheidung in der Frage getroffen.

    ...obwohl Sicherheitsvorkehrungen erhöht wurden

    Die Milchbank in Dhaka sollte diesen Monat eröffnet werden. Wegen der «weit verbreiteten Kritik» sei das Programm nun auf unbestimmte Zeit verschoben worden, sagte Projektkoordinator Mojibur Rahman. Er wies darauf hin, dass das Krankenhaus strenge Sicherheitsvorkehrungen für das Programm getroffen habe. «Wir bewahren die Milch getrennt auf und notieren die Identität der Spenderinnen», sagte er am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

    Auch Kinderärzte hatten die Einrichtung der Milchbank unterstützt. Sie sei notwendig, um das Leben von Kindern zu retten und ihr Wachstum zu unterstützen. Viele Kinder in Bangladesch leiden an Unterernährung und damit verbundener Unterentwicklung.

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