Aktivisten verifizieren 5000 Tote bei Irans Massenprotesten
Aktivisten zufolge sind bei den Massenprotesten im Iran seit Ende Dezember mehr als 5 000 Menschen ums Leben gekommen.

Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte nach eigenen Angaben bislang 5002 Tote.
Darunter seien 4714 Demonstranten, 207 Staatskräfte, 42 Minderjährige und 39 Unbeteiligte. Weitere 9787 Todesfälle würden untersucht.
Zudem seien rund 26'800 Menschen festgenommen worden, hiess es in dem Bericht von HRANA. Auch staatliche Medien berichteten in den vergangenen Tagen über zahlreiche Festnahmen in mehreren Landesteilen. Die Justiz hatte angekündigt, ohne Nachsicht gegen «Unruhestifter» vorzugehen.
Die Proteste waren Ende Dezember ausgebrochen. Ausgelöst durch die schwere Wirtschaftskrise im Land gingen zunächst Händler auf die Strassen. Vor gut zwei Wochen kam es in den Metropolen am 8. und 9. Januar dann zu Massenprotesten, die brutal niedergeschlagen wurden.
Nach offizieller staatlicher Darstellung gab es bei den Aufständen 3117 Tote. Die Regierung macht die Erzfeinde Israel und USA für die vielen Toten verantwortlich, die in den Nächten vom 8. und 9. Januar gezielt «zahlreiche terroristische Handlungen» in weiten Teilen des Landes verübt haben sollen.
Dem gegenüber stehen zahlreiche Videos, die trotz der Internetsperre nach aussen drangen. Sie sollen Sicherheitskräfte zeigen, die auf offenbar unbewaffnete Demonstranten schiessen. Noch nie in der Geschichte der Islamischen Republik wurden so viele Demonstranten bei Protesten getötet.










