Zwei Drittel der Amis trauen KI nicht
Molotowcocktail, Schüsse – und ein wachsender Hass auf Künstliche Intelligenz: Die Angst vor KI nimmt zu und schlägt sogar schon in Gewalt um!

Das Wichtigste in Kürze
- Fast zwei Drittel der US-Amerikaner stehen KI-Diensten skeptisch gegenüber.
- Kürzliche Angriffe auf OpenAI-Chef Sam Altman zeigen eskalierende Gewalt gegenüber KI.
- Die Mehrheit der Amerikaner glaubt, dass KI Arbeitsplätze vernichten wird.
Das Haus von OpenAI-Chef Sam Altman in San Francisco wurde innerhalb von nur drei Tagen zweimal angegriffen. Zuerst ein Molotowcocktail in der Nacht, kurz darauf Schüsse auf das Gebäude.
Die Ermittler sprechen von einem brisanten Motiv: KI-Hass.
Ein 20-jähriger Mann soll einen Brandsatz auf Altmans Haus geworfen haben – offenbar mit dem Ziel, ihn zu töten. Danach habe er versucht, auch den nahe gelegenen OpenAI-Hauptsitz in Brand zu setzen.
Bei seiner Festnahme trug er ein Manifest bei sich – gefüllt mit anti-KI-Ideologien und einer Liste weiterer KI-Führungskräfte. Zuvor hatte er sogar behauptet, KI werde die Menschheit auslöschen. Das berichtet das US-Wirtschaftsmagazin «Fortune».
Nur zwei Tage später der nächste Schock: Zwei Männer sollen aus einem fahrenden Auto auf das Haus geschossen haben. Ob Altman gezielt getroffen werden sollte, ist noch unklar.
Klar ist aber: Wut und Angst gegen KI wachsen.
Die Stimmung kippt
Viele Menschen fürchten, dass Künstliche Intelligenz ihre Jobs übernimmt. Beschäftigte in kreativen Branchen – Autoren, Illustratoren, Synchronsprecher, Musiker – berichten, dass ihre Werke ohne Zustimmung für KI-Training genutzt wurden. Oft ohne Bezahlung, oft ohne Kontrolle.
Andere Proteste richten sich gegen die unsichtbare Infrastruktur der KI: Riesige Rechenzentren, die enorme Mengen Strom und Wasser verbrauchen und in manchen Regionen ganze Stromnetze belasten.

Und dann die grösste Angst: KI als Risiko für die Menschheit selbst. Einige Forschende warnen bereits vor Systemen, die irgendwann nicht mehr kontrollierbar sein könnten.
Doch der eigentliche Alarm kommt aus den Umfragen.
Weltweit wächst die Skepsis gegenüber KI – besonders in den USA
Laut einer aktuellen Stanford-Studie fühlen sich 64 Prozent der Amerikaner unsicher oder skeptisch gegenüber KI-Diensten. Das sind fast zwei von drei Personen. Diese Werte liegen deutlich über dem weltweiten Schnitt von 52 Prozent.
Und die Sorgen sitzen tief: Viele Amerikaner erwarten Jobverluste durch KI. Fast zwei Drittel glauben, dass die Technologie in den nächsten 20 Jahren massenhaft Arbeitsplätze vernichten könnte.
KI-CEOs warnen selbst
Auch KI-Unternehmen selbst warnen inzwischen vor den Folgen. Anthropic-CEO Dario Amodei spricht offen von möglichen massiven Jobverlusten im Bürobereich.
Sein Mitgründer Jack Clark beschreibt eine Verschiebung: KI werde nicht nur Arbeit verändern, sondern Wirtschaft, Sicherheit und gesellschaftliches Leben insgesamt umkrempeln.
Sogar der OpenAI-Chef zeigt Verständnis für die wachsende Angst. KI werde eine der grössten Umwälzungen der Menschheitsgeschichte, sagt er in einem Blogbeitrag.
Gleichzeitig fordert er mehr Sachlichkeit – und weniger Eskalation. «Während wir diese Debatte führen, sollten wir die Rhetorik und die Taten deeskalieren», schrieb er. «Im übertragenen wie im wörtlichen Sinn.»
















