Wunsch von Trump: Kennedy Center wird zwei Jahre renoviert

Keystone-SDA
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USA,

Washingtons grösste Kultureinrichtung – das Kennedy Center – schliesst dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump entsprechend für zwei Jahre und soll renoviert werden. Das Kuratorium habe einstimmig dafür ausgesprochen, teilte das Kennedy Center mit.

ARCHIV - Das Kennedy Center ist von Georgetown aus zu sehen. Das Kennedy Center ist die größte Kultureinrichtung der Hauptstadt Washington. Foto: Andrej Sokolow/dpa
ARCHIV - Das Kennedy Center ist von Georgetown aus zu sehen. Das Kennedy Center ist die größte Kultureinrichtung der Hauptstadt Washington. Foto: Andrej Sokolow/dpa - Keystone/dpa/Andrej Sokolow

Die Arbeiten sollen nach dem Nationalfeiertag am 4. Juli beginnen. Der US-Kongress habe auf Bestreben des US-Präsidenten 257 Millionen US-Dollar (rund 223 Millionen Euro) dafür freigegeben.

Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen «anti-amerikanische Propaganda» in der Kulturwelt angekündigt. Er entliess mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. Später wurde sie unter öffentlichem Protest in «Trump Kennedy Center» umbenannt. Zur Begründung hiess es, das Kulturhaus sei zu «woke» gewesen.

Auch baulich will Trump den prunkvollen Komplex am Potomac-Fluss nach seinen Wünschen umgestalten. Nach Fertigstellung werde es «die weltweit beste Einrichtung ihrer Art» sein, versprach er auf seiner Plattform Truth Social im Februar. Nach Trumps Darstellung ist der Komplex in einem sehr schlechten Zustand und dringend renovierungsbedürftig.

Das Haus wurde nach Präsident John F. Kennedy (1917–1963) benannt und zeigt Theater, Tanz und Musik. Nach der Umbenennung im Dezember und der Anbringung von Trumps Namen an der Fassade sagten mehrere Künstler ihre Auftritte aus Protest ab.

Kritiker sehen Trumps Übernahme der auch mit Steuergeld geförderten Einrichtung als Teil eines Kulturkampfs. Konservative versuchten dabei, das abzuschaffen, was sie als zu linksliberale («woke») Ideologie betrachten.

Kommentare

User #5695 (nicht angemeldet)

Der Iran-Krieg hat Folgen Warum Donald Trump jetzt die Wähler weglaufen Krieg gegen den Iran, steigende Preise in den USA: Präsident Donald Trump hat zentrale Wahlversprechen nicht gehalten und bekommt nun die Quittung dafür. Krieg gegen den Iran, steigende Preise in den USA: Präsident Donald Trump hat zentrale Wahlversprechen nicht gehalten und bekommt nun die Quittung dafür.

User #2003 (nicht angemeldet)

Trump, der Friiiiedenspräsident der SVP, verhält sich auch in Sachen "Ausbeuten des Volks" genau so, wie die SVP das gerne selber macht.

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