Will Trump mit Friedensplan von Epstein ablenken?

Etienne Sticher
Etienne Sticher

USA,

Der Zeitpunkt des Ukraine-Friedensplans von Donald Trump findet ein Experte verdächtig. Auch die Wissenschaft findet Anzeichen von Ablenkung von Epstein.

donald Trump
Donald Trump hat einen Friedensplan für die Ukraine vorgestellt. Will er damit bloss ablenken? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump wird vorgeworfen, mit dem Ukraine-Friedensplan von Epstein abzulenken.
  • Ein Experte findet den Zeitpunkt «verdächtig zeitnah» zu neuen Epstein-Entwicklungen.
  • Dominiert der Sexualstraftäter die Schlagzeilen, ändert Trump seine Post-Strategie.

Der Epstein-Skandal setzt Donald Trump unter Druck. Der Veröffentlichung der Ermittlungsakten hat er wegen des wachsenden Drucks des Parlaments und seiner Maga-Basis zugestimmt. Sein Name soll dort Hunderte Male vorkommen. Ein Fehlverhalten konnte ihm nicht nachgewiesen werden, die Verbindung könnte ihm aber dennoch politisch schaden.

Und während die Epstein-Files die Schlagzeilen dominieren, bringt Donald Trump seinen 28-Punkte-Plan für Frieden in der Ukraine. Im Internet wird schon seit einiger Zeit gemunkelt und gespottet, dass Trump alles tut, um von Epstein abzulenken.

Und auch Experten vermuten das. Yurii Romaniuk, ukrainischer Aussenpolitik-Experte, sagt gegenüber der «Bild»: Der Friedensplan solle wohl «die innenpolitische Lage in den USA überschatten – inklusive des Epstein-Falls».

Ob das Absicht ist oder nicht, gelungen ist es: In den US-Medien wird aktuell viel über den Friedensplan geschrieben. Der Epstein-Fall ist etwas in den Hintergrund geraten.

Forscher untersuchte Ablenkungs-Vorwürfe

Auch Politologe Jonathan Cristol sagt, der Friedensplan komme «verdächtig zeitnah zu den Epstein-Akten». Er räumt aber ein, dass es bloss Zufall sein könnte. Aus seiner Sicht ist es auch möglich, dass die Aufrüstung in der Karibik eigentlich von Epstein ablenken sollte.

Andrew J. Peterson von der Universität Poitiers hat die Ablenkungs-Spekulationen wissenschaftlich untersucht. Dafür analysierte er Posts von Trump auf Truth Social in Zusammenhang mit Beiträgen zu Epstein auf Fox News und Google-Suchtrends.

Glaubst du, dass Trump vom Epstein-Fall ablenken will?

Das Resultat: Liegt die Aufmerksamkeit auf Epstein, weicht Trump von seiner üblichen Post-Strategie ab und veröffentlicht mehr «neuartige» Inhalte. Eine Kausalität könne nicht nachgewiesen werden, räumt der Forscher ein. Doch die Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass Donald Trump mit seinen Posts von Epstein ablenken wolle.

Kommentare

User #2229 (nicht angemeldet)

Spielt überhaupt keine Rolle, ob Trump damit vom Epstein-Skandal ablenken will oder nicht. Der unsägliche Trump'sche Kapitulationsvertrag ist in jeder Hinsicht inakzeptabel und verletzt die Würde der tapferen Ukrainer. Höchstgefährlich für den Frieden ist er noch dazu. "München 1938‘ lehrt uns, dass die Kapitulation vor den territorialen Forderungen einer aggressiven Diktatur keinen Frieden bringt. Obwohl eine Kapitulation kurzfristig Krieg vermeidet, macht sie einen grösseren Krieg unter ungünstigeren Bedingungen später unausweichlich. Dieses Ereignis warnt uns nicht davor überzureagieren, sondern davor, untätig zu bleiben.“ – Ivan Krastev. Solange Putin in Russland an der Macht ist, wird der Spielraum für Veränderungen leider verschwindend gering sein. Er möchte die Ukraine entweder zu einem Satellitenstaat oder zu einem tödlich verwundeten Organismus machen, sodass sie sich einem permanenten Niedergang unterzieht. Der KGB-Mann Putin hat Anstand, Ehre, Würde, Moral, Ethik nie gelernt oder begriffen. Er ist ein eiskalter Mörder mit zuviel Macht. Seine Karriere als Präsident begann schon mit dem Mord an den Matrosen auf dem U-Boot Kursk durch Verweigerung von Rettungsmassnahmen und mit false flag Terroranschlägen auf Moskauer Hochhäuser (von Litwenienko bestätigt) um die Mordanschläge auf Zivilisten und Kinder in Tschetschenien zu begründen.

User #5357 (nicht angemeldet)

Dumme Frage. Natürlich will er das.

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