Weisses Haus verteidigt sich in Bidens Dokumentenaffäre

    DPA
    DPA

    USA,

    Nach einem erneuten Dokumentenfund hat das Weisse Haus abermals das Vorgehen von US-Präsident Joe Biden in der Affäre um die Geheimunterlagen verteidigt.

    dpatopbilder - Erneut kommen Berichte über Funde von Regierungsunterlagen in Verbindung mit US-Präsident Joe Biden an die Öffentlichkeit. Foto: Susan Walsh/AP/dpa
    dpatopbilder - Erneut kommen Berichte über Funde von Regierungsunterlagen in Verbindung mit US-Präsident Joe Biden an die Öffentlichkeit. Foto: Susan Walsh/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Susan Walsh

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler weitere Geheimdokumente in Bidens Haus.
    • Das Weisse Haus betont, verteidigt den US-Präsidenten erneut.
    • Er habe dem Justizministerium «freiwillig» und proaktiv» Zugang gewährt.

    In der Affäre um bei Joe Biden gefundene Geheimdokumente hat das Weisse Haus den derzeitigen US-Präsident erneut verteidigt. Der Präsident habe dem Justizministerium den Zugang zu seinem Haus freiwillig gewährt, sagte Ian Sams, ein Sprecher des Rechtsberaters des Weissen Hauses. Die Ermittler hätten «die beispiellose Möglichkeit» gehabt, «auf jahrzehntealte, persönlich handgeschriebene Notizen, Akten, Papiere, Listen, Erinnerungsstücke und andere Materialien in seinem Haus zuzugreifen».

    Am Wochenende war bekannt geworden, dass Ermittler in Bidens Haus im US-Bundesstaat Delaware auf weitere Geheimdokumente gestossen waren. Ein Teil davon stamme aus Bidens Zeit als Vizepräsident, andere aus seiner Zeit als Senator, erklärte Bidens Anwalt Bob Bauer. Die knapp 13-stündige Durchsuchung war bereits am Freitag erfolgt. In den vergangenen Wochen waren mehrfach vertrauliche Unterlagen in privaten Räumen Bidens aufgetaucht. Von einigen Funden erfuhr die Öffentlichkeit erst, als Medien darüber berichteten. Justizminister Merrick Garland beauftragte einen Sonderermittler damit, die Vorfälle zu untersuchen.

    Die US-Regierung steht wegen ihrer Informationspolitik in der Kritik. «Es handelte sich um ein freiwilliges, proaktives Angebot der persönlichen Anwälte des Präsidenten an das Justizministerium, sich Zugang zum Haus zu verschaffen», sagte Sams. Die Durchsuchung der Privaträume eines US-Präsidenten im Amt durch die Bundespolizei FBI ist im hohen Masse ungewöhnlich. Auf die konkrete Frage, ob die Ermittler eine solche Durchsuchung zuvor angefragt hatten, antworte Sams nicht direkt. Er betonte lediglich, dass diese «einvernehmlich» und «geplant» gewesen sei.

    Der Dokumentenfund hat für Biden auch deshalb Brisanz, weil der frühere republikanische Präsident Donald Trump mit einem ähnlichen Fall im Sommer für einen Skandal gesorgt hatte. Das FBI durchsuchte das Anwesen Trumps im US-Bundesstaat Florida im August und beschlagnahmte Tausende Dokumente, darunter Unterlagen mit Geheimvermerk. «Wir haben keine unterschiedlichen Regeln für Demokraten oder Republikaner», betonte Justizminister Garland am Montag angesprochen auf das Thema bei einer Pressekonferenz.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    31 Interaktionen
    Erneut
    1 Interaktionen
    Washington
    Biden
    27 Interaktionen
    Weisses Haus erklärt

    MEHR IN NEWS

    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    4 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR AUS USA

    stevens
    3 Interaktionen
    Lansing
    -
    25 Interaktionen
    «Völlig ausdruckslos»
    Kevin Federline
    25 Interaktionen
    Kevin Federline
    Heidi Klum.
    24 Interaktionen
    New York