Vogelgrippe

    Vogelgrippe-Fälle bei Menschen in den USA bleiben oft unentdeckt

    Keystone-SDA
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    USA,

    Das Vogelgrippe-Virus H5N1 infiziert unbemerkt Mitarbeiter von Milchviehbetrieben in den USA.

    Vogelgrippe
    USA: Erstmals Mensch an Vogelgrippe ohne Kontakt zu Tieren erkrankt. - KEYSTONE/Michael Buholzer

    Zahlreiche Infektionen von Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 in Milchvieh-Betrieben in den USA werden offenbar nicht entdeckt. Bei Tests sei eine Infektionsrate von sieben Prozent festgestellt worden, berichtete die US-Gesundheitsbehörde CDC.

    Insgesamt wurden für die Untersuchung zwischen Juni und August 115 Blutproben von Mitarbeitern in Betrieben in zwei Bundesstaaten genommen. 8 der Proben hätten gezeigt, dass die Mitarbeiter sich jüngst mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 angesteckt hatten.

    Übertragung durch Kühe?

    Nur einige von ihnen hatten leichte Krankheitssymptome. Alle untersuchten Mitarbeiter gaben laut CDC an, Kühe zu melken oder den Melkstand zu reinigen. Nach derzeitigem Forschungsstand wird H5N1 zwischen Kühen hauptsächlich über die Milch übertragen.

    Die Vogelgrippe H5N1 ist derzeit bei Wildvögeln auf der ganzen Welt weit verbreitet, auch zahlreiche wildlebende Säugetiere infizieren sich.

    Ausbrüche und fehlende Daten

    Ausserdem führte das Virus jüngst zu Ausbrüchen in Geflügelbetrieben sowie in Milchbetrieben in den USA. Wie gross das Ausmass ist, ist wegen fehlender Daten aber weitgehend unklar.

    Die CDC verzeichnete seit April dieses Jahres bisher 46 Fälle bei Menschen, vor allem unter Mitarbeitern von Milchvieh- und Geflügelbetrieben, mit milden Verläufen.

    Keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung

    Mensch-zu-Mensch-Übertragen wurden bislang nicht nachgewiesen. Die CDC schätzt das Risiko für die Allgemeinbevölkerung weiterhin als gering ein.

    Die CDC erklärt nun, dass die 46 Fälle wahrscheinlich nur ein Teil der tatsächlichen Fälle sind.

    Faktoren behindern umfassendes Verständnis

    «Trotz laufender Bemühungen, Milchvieharbeiter auf Erkrankungen zu überwachen, auf H5N1 zu testen und antivirale Behandlungen anzubieten, haben mehrere Faktoren ein umfassendes Verständnis des Ausmasses der Übertragung von der Kuh auf den Menschen verhindert.» So seien die Mitarbeiter oft nicht schwer krank und manche Betriebe wollten sich nicht an den Testungen beteiligen.

    Forschende fürchten, dass sich das Virus besser an Säugetiere anpassen kann, wenn es verbreitet in ihnen zirkuliert.

    Eine Studie, die im August veröffentlicht wurde, zeigte eine Übertragung von Säugetier zu Säugetier, auch zwischen Tierarten, etwa von Kühen auf Katzen. Mutationen des Virus', die zu einer verbesserten Übertragbarkeit von H5N1 auf den Menschen führen würden, wurden bisher nicht entdeckt.

    Kommentare

    User #2630 (nicht angemeldet)

    Oh mein Gott... Also wieder so ein gefährliches virus? Gefährlich weil es niemand merkt und keine Symptome zeigen... #SymptomlosePanik

    User #1432 (nicht angemeldet)

    Wenn die Fälle oft unentdeckt bleiben, bedeutet das wohl, dass die Menschen nicht schwer erkranken. Also brauchen wir uns keine grossen Sorgen darüber zu machen.

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