Bei den Regionalwahlen in Venezuela haben die Sozialisten von Präsident Nicolás Maduro in 20 der 23 Bundesstaaten und in der Hauptstadt Caracas die meisten Stimmen erhalten. Das berichtete der venezolanische Fernsehsender «Telesur» unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse der Wahlbehörde vom Sonntagabend (Ortszeit). Die Beteiligung an der Wahl von Gouverneuren, Bürgermeistern und Stadträten lag nach Angaben des Präsidenten der Wahlbehörde bei 41,8 Prozent.
Maduro venezuela
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals seit mehreren Jahren hatte sich die Opposition in Venezuela wieder an einem Urnengang beteiligt, der selbst ernannte Oppositionsführer Juan Guiadó rief seine Anhänger aber nicht zum Wählen auf.

Seit 2017 boykottierten die Regierungsgegner alle Wahlen in dem südamerikanischen Krisenstaat, weil sie keine Voraussetzungen für freie und faire Abstimmungen sahen.

Venezuela steckt in einer tiefen politischen, wirtschaftlichen und humanitären Krise. Oppositionsführer Guaidó hat sich Anfang 2019 zum Interimspräsidenten erklärt. Er versucht seitdem, Maduro aus dem Amt zu drängen. Maduro wird vom mächtigen Militär unterstützt. Angesichts von Armut und Gewalt haben rund 5,6 Millionen Venezolaner das Land verlassen. Zuletzt hatten sich die autoritäre Regierung von Präsident Nicolás Maduro und die Opposition bei Gesprächen in Mexiko etwas angenähert. Daraufhin sagten die Regierungsgegner ihre Teilnahme an den Regionalwahlen zu.

Mehr zum Thema:

Nicolás Maduro Opposition Regierung Gewalt Armut