USA trennte mehr Familien an der Grenze

    DPA
    DPA

    Grossbritannien,

    Die US-Regierung hat mehr Familien getrennt als sie bisher öffentlich mitgeteilt hat: Trotz der Verkündung, dies zu unterlassen.

    Migranten, darunter viele Familien und Kinder, aus Mittelamerika und Mexiko überqueren die Grenze in die Vereinigten Staaten, um dort Asyl zu beantragen.
    Migranten, darunter viele Familien und Kinder, aus Mittelamerika und Mexiko überqueren die Grenze in die Vereinigten Staaten, um dort Asyl zu beantragen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • An der Grenze zwischen USA und Mexiko werden beim Übertritt teilweise Familien getrennt.
    • Laut Amnesty International trennte die USA mehr Familien als angegeben.

    Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wurden an der Grenze zwischen den USA und Mexiko mehr Migrantenfamilien getrennt als bisher öffentlich von der US-Regierung mitgeteilt. So seien allein von Mitte April bis Mitte August dieses Jahres mehr als 6000 Familien beim Übertritt der Grenze getrennt worden, erklärten die Menschenrechtler am Donnerstag.

    Deshalb könnten Angaben der Regierung, wonach es nur 8000 Trennungen seit Jahresbeginn gab, nicht stimmen. Hinzu kämen nicht registrierte Trennungen von beispielsweise Grosseltern und Enkeln, da diese nicht als unmittelbare Familienangehörige gelten.

    Fehlinformationen der US-Regierung

    Die Zahlen wiesen darauf hin, dass die US-Regierung die Öffentlichkeit falsch darüber informiert habe, wie viele Familien wirklich getrennt wurden, sagte die AI-Leiterin für Amerika, Erika Guevara-Rosas. Oder die Trump-Regierung habe trotz der Ankündigung, keine Familien mehr zu trennen, an der Praxis festgehalten.

    Der Umgang mit Migrantenkindern an der Grenze zwischen den USA und Mexiko – und die Trennung von ihren Familien – hatte in den vergangenen Monaten für viel Aufsehen gesorgt. Die Massnahme war Teil der «Null-Toleranz-Politik» von Trump, mit der die US-Behörden illegale Einwanderer an der Südgrenze zu Mexiko zurückhalten wollten.

    Angesichts massiver Kritik auch in seiner republikanischen Partei und der Berichte von traumatisierten Kindern und Eltern vollzog Trump jedoch eine Kehrtwende und ordnete per Dekret ein Ende der umstrittenen Praxis an. Nun werden Eltern und Kinder gemeinsam inhaftiert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    7 Interaktionen
    Weder Trump noch Kim
    7 Interaktionen
    Weder Trump noch Kim
    Laut Amnesty

    MEHR IN NEWS

    So soll es dereinst um das Gebiet «Im Funken» aussehen. - Buchner Bründler Architekten
    «Im Funken»
    Für Solange Emmenegger ist die Arbeit als Cheftrainerin extrem erfüllend. - zVg
    Rund 100 Mitglieder
    Katja Stettler-Riem geheiratet
    Baldige Geburt
    San Francisco

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Fifa Gianni Infantino
    9 Interaktionen
    «Ausbeuterisch»
    Manchester City
    5 Interaktionen
    Berichte
    enthüllungsbuch
    149 Interaktionen
    Wegen Diana-Buch
    Bonnie Blue
    17 Interaktionen
    Kritik