USA erlauben Firmen Angriffe auf Cyberkriminelle – Experten warnen
Washington rüstet gegen Hacker auf: US-Präsident Donald Trump will US-Techfirmen künftig offiziell auf Cyber-Kriminelle loslassen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Regierung will US-Techfirmen erlauben, Hacker aktiv anzugreifen.
- Firmen brauchen dafür eine staatliche Genehmigung und 1 Million Dollar Sicherheit.
- Experten warnen: Hacker lassen sich oft schwer Staaten zuordnen.
Die US-Regierung will US-Unternehmen offiziell für offensive Cyberattacken gegen Online-Kriminelle heranziehen. Präsident Donald Trump ordnete an, Regeln und Abläufe für ein solches Programm festzulegen.
Die teilnehmenden Firmen sollen demnach international agierende kriminelle Hacker nicht nur überwachen, sondern auch deren Aktivitäten aktiv stören dürfen.

Tech-Unternehmen spielen bereits eine zentrale Rolle beim Vorgehen gegen Online-Kriminalität. Dabei geht es bisher aber vor allem um defensive Massnahmen. Im neuen Programm sollen die ausgewählten Firmen dem Trump-Erlass zufolge unter Aufsicht der Regierung agieren.
Eine Million Dollar als Sicherheit
Für die Teilnahme müssen sie eine Freigabe vom Justiz- sowie vom Heimatschutzministerium bekommen. Und mindestens eine Million Dollar als Sicherheit für den Fall möglicher Verstösse hinterlegen.
Dabei sollen keine Attacken genehmigt werden, die zum Verlust von Menschenleben führen oder als Gewaltanwendung gemäss internationalem Recht gelten könnten.
Weiter sollen nur Gruppen angegriffen werden, die keine Verbindung zu Regierungen anderer Länder haben, wie es in dem Erlass hiess. Unter anderem China, Russland oder Nordkorea verlassen sich oft auf externe Hackergruppen, die in ihrem Auftrag agieren.
Cybersicherheits-Experten warnten in der «New York Times»: Diese Unterscheidung könnte in der Praxis schwierig werden, da die Herkunft von Attacken oft erfolgreich verschleiert werde.












