US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat am Donnerstag bei einem Besuch in Vietnam seinen Amtskollegen Phan Van Giang getroffen. Experten zufolge diente das Treffen zur Stärkung der militärischen Zusammenarbeit beider Länder, um dem Einfluss Chinas in der Region entgegenzuwirken.
Austin reist zu Gesprächen nach Deutschland
Lloyd Austin, Verteidigungsminister der USA, trägt eine Gesichtsmaske. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich.

Damit liegt die Volksrepublik seit Jahren im Streit mit Ländern der Region wie den Philippinen, Vietnam, Malaysia, Brunei und Taiwan. Austin sagte bei dem Treffen in der Hauptstadt Hanoi, die USA würden Vietnam helfen, seine maritime Sicherheitskapazität zu verbessern.

Weitere Themen waren die Räumung von Landminen und die Folgen des giftigen Entlaubungsmittels Agent Orange, wie es hiess. Agent Orange wurde von den Amerikanern im Vietnamkrieg (1955 bis 1975) grossflächig versprüht.

Es handelte sich um den ersten Besuch eines hochrangigen Mitglieds der Regierung von Präsident Joe Biden in dem Land. Südostasien-Experten zufolge sehen die USA Vietnam als wichtigen Partner an, um Chinas zunehmendem strategischen Einfluss in Südostasien entgegenzuwirken. «Vietnam seinerseits sieht die USA als wichtigen Partner im Umgang mit Chinas maritimer Expansion im Südchinesischen Meer an», sagte Le Hong Hiep vom ISEAS-Yusof Ishak-Institut in Singapur. Austin war zuvor bereits in Singapur, im Anschluss stand ein Besuch auf den Philippinen an.

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