US-Repräsentantenhaus stimmt für Anhebung der Schuldengrenze

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    Das US-Repräsentantenhaus hat für eine Anhebung der Schuldengrenze gestimmt. Der Entwurf des Republikaners McCarthy dürfte aber im Senat kaum Chancen haben.

    Vorsitzender des Repräsentantenhauses Kevin McCarthy hat seine Position im Streit um die Schuldenobergrenze bekräftigt.
    Vorsitzender des Repräsentantenhauses Kevin McCarthy hat seine Position im Streit um die Schuldenobergrenze bekräftigt. - Seth Wenig/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • DasUS-Repräsentantenhaus stimmt für einen Vorschlag zur Anhebung der Schuldengrenze.
    • Im Senat dürfte das Anliegen von Mehrheitsführer McCarthy aber kaum Chancen haben.
    • Die Republikaner wollen Biden an den Verhandlungstisch zwingen.

    Das US-Repräsentantenhaus hat einem Gesetzesentwurf zur Anhebung der Schuldengrenze zugestimmt. Mit einer knappen Mehrheit von zwei Stimmen verabschiedete die von Republikanern dominierte Parlamentskammer am Abend den Vorschlag ihres Vorsitzenden, Kevin McCarthy.

    Der Entwurf sieht eine Anhebung der Schuldengrenze um 1,5 Billionen Dollar (rund 1,36 Billionen Euro) vor, aber nur, wenn es auch deutliche Einschnitte bei den Staatsausgaben gibt. Der Entwurf geht jetzt an den von den Demokraten geführten Senat, wo ihm jedoch keine Chancen eingeräumt werden. Auch Präsident Joe Biden hat angekündigt, gegebenenfalls ein Veto dagegen einlegen zu wollen.

    Sollte Biden den Republikaner nachgeben?

    Beobachter sehen in der Verbschiedung des Vorschlags einen taktischen Schachzug der Republikaner, um Biden an den Verhandlungstisch zu zwingen. McCarthy will Biden dazu bringen, Kürzungen bei bestimmten Staatsausgaben zuzustimmen, mit denen die Republikaner nicht einverstanden sind. Dabei handelt es sich um wesentliche Teile von Bidens politischer Agenda, wie beispielsweise Investitionen in den Klimaschutz.

    Druckmittel: Zahlungsausfall der US-Regierung

    McCarthys Druckmittel ist dabei ein drohender Zahlungsausfall der US-Regierung. Dazu käme es, wenn die Schuldengrenze nicht angehoben wird, bevor der Regierung das Geld ausgeht. Laut dem unabhängigen Budgetbüro des US-Kongresses könnte es zwischen Juli und September soweit sein. Für diesen Fall sagen Wirtschaftsexperten gravierende Folgen für die US- und die Weltwirtschaft voraus.

    «Jetzt liegt es an Ihnen», sagte McCarthy nach der Abstimmung direkt an Biden gerichtet. Der Präsident könne die US-Wirtschaft nicht weiter gefährden, sagte der Republikaner. Aus dem Weissen Haus hiess es in den vergangen Wochen immer wieder, Biden sei bereit, über einen Haushaltsentwurf zu verhandeln.

    joe biden
    Joe Biden steht im Kampf um die Schuldengrenz-Erhöhung unter Druck. - keystone

    Allerdings dürften diese Gespräche, anders als in dem jetzt verabschiedeten Gesetzesentwurf vorgesehen, nicht an die Anhebung der Schuldengrenze gekoppelt sein. Die Republikaner im Kongress müssten umgehend und ohne Bedingungen zu stellen handeln, um einen Zahlungsausfall zu verhindern, forderte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karine Jean-Pierre nach der Abstimmung in einer Mitteilung.

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