US-Justizminister war in Trump-Durchsuchungsbefehl involviert

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Der US-Justizminister Merrick Garland hat die Entscheidung für den Durchsuchungsbefehl von Donald Trumps Anwesen persönlich gebilligt.

    trumo sonderermittler
    US-Justizminister Merrick Garland - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Entscheidung für den Durchsuchungsbefehl wurde vom Justizminister gebilligt.
    • Man vermutet mehrere Dokumente im Anwesen von Trump.

    US-Justizminister Merrick Garland hat die Entscheidung, einen Durchsuchungsbefehl für das Anwesen des früheren US-Präsidenten Donald Trump zu beantragen, persönlich gebilligt. Das sagte Garland am Donnerstag bei einer kurzfristig anberaumten Ansprache in Washington. «Der Durchsuchungsbefehl wurde von einem Bundesgericht nach der erforderlichen Feststellung eines hinreichenden Verdachts genehmigt.»

    Garland fügte hinzu: «Das Ministerium nimmt eine solche Entscheidung nicht auf die leichte Schulter.

    Durchsuchung von Mar-a-Lago

    Wo immer es möglich ist, wird nach weniger einschneidenden Mitteln als Alternative zu einer Durchsuchung gesucht.« Die Bundespolizei FBI hatte am vergangenen Montag Trumps Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida durchsucht.

    Der Vorgang gilt als beispiellos in der US-Geschichte. Der Druck auf Garland war seitdem gewachsen, Stellung zu beziehen. Trump war während der Durchsuchung nicht in seinem Anwesen. Er und andere Republikaner haben die Durchsuchung kritisiert und dem demokratischen US-Präsidenten Joe Biden vorgeworfen, das FBI zu politisieren.

    trumps steuerunterlagen
    Mar-a-Lago ist ein 1927 erbautes Anwesen von Donald Trump, es steht auf einer 35'000 Quadratmeter grossen Fläche an der Küste Floridas. (Archivbild) - keystone

    Garland sagte am Donnerstag, er könne sich zu Einzelheiten der Durchsuchung nicht äussern. Angesichts des öffentlichen Interesses und der Bestätigung des Vorfalls durch Trump habe sein Ministerium jedoch bei einem Bundesgericht beantragt. Er will den Durchsuchungsbefehl und die Quittung für etwaige beschlagnahmte Gegenstände zu veröffentlichen. Garland unterstrich: «Alle Amerikaner haben ein Recht auf eine gleichmässige Anwendung des Gesetzes, auf ein ordentliches Gerichtsverfahren und auf die Unschuldsvermutung.»

    Gründe für die Untersuchung

    Hintergrund der Durchsuchung war offenbar Trumps Umgang mit Dokumenten aus seiner Amtszeit. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass mehrere Kisten mit vertraulichem Material in Mar-a-Lago vermutet werden. Trump übergab der Behörde im Januar schliesslich mehrere Dokumente.

    mar-a-lago
    Das Anwesen Mar-a-Lago von Donald Trump. - keystone

    Danach soll es nach übereinstimmenden US-Medienberichten zu einem weiteren Austausch zwischen Ermittlern und Trumps Anwälten gekommen sein. Die Beamten hätten den Verdacht gehabt, dass Trump oder sein Team weiter wichtige Unterlagen zurückhielten. Das FBI soll demnach nun zwölf Kisten mitgenommen haben.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Donald Trump
    85 Interaktionen
    Trump behauptet
    Donald Trump
    113 Interaktionen
    «Hexenjagd»
    Donald Trump
    71 Interaktionen
    FBI-Razzia

    MEHR IN NEWS

    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    4 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR AUS USA

    stevens
    3 Interaktionen
    Lansing
    -
    25 Interaktionen
    «Völlig ausdruckslos»
    Kevin Federline
    25 Interaktionen
    Kevin Federline
    Heidi Klum.
    24 Interaktionen
    New York