US-Ehepaar lebte Jahrzehnte unter falschen Namen
Ein Ehepaar, das in den USA unter falschen Namen gelebt hat, muss sich wegen Identitätsraubs und Verschwörung gegen die Regierung vor Gericht verantworten.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Ehepaar in Texas nahm 1987 aus unbekannten Gründen die Namen von toten Babys an.
- Ein Foto in der Wohnung des nun auf Hawaii lebenden Paares führte nun zur Festnahme.
- Sie sind darauf in KGB-Uniformen zu sehen. Sie stehen aber nicht unter Spionageverdacht.
Walter Primrose und seine Frau Gwynn Morrison wurden am Freitag auf Hawaii festgenommen. Ermittler hatten in ihrem Haus ein Foto von den beiden in der Uniform des russischen Geheimdienstes KGB gefunden. Sie müssen sich nun wegen Identitätsraubs und Verschwörung gegen die Regierung vor Gericht verantworten.
In der Anklage ist allerdings nicht von Spionageverdacht die Rede. Das Paar hatte sich in Texas kennengelernt und dort in den 80ern geheiratet. 1987 nahmen sie aus bislang unbekannten Gründen neue Namen an, die von Babys stammten, die Jahre zuvor auf einem nahe gelegenen Friedhof begraben worden waren. Es gelang dem Ehepaar, sich mit den neuen Namen zahlreiche offizielle Dokumente zu verschaffen, darunter Pässe und Führerscheine.
Ermittler fanden Briefe mit Hinweisen darauf, dass sie möglicherweise noch weitere Identitäten benutzten. Der Mann befindet sich bereits in Untersuchungshaft, die Frau soll nächste Woche dem Richter vorgeführt werden.












