US-Abgeordnete Ilhan Omar in Minneapolis angegriffen
Die demokratische US‑Abgeordnete Ilhan Omar wurde bei einer Town‑Hall‑Veranstaltung in Minneapolis von einem Mann mit einer unbekannten Substanz bespritzt.

Die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar geriet am Dienstagabend bei einer Town‑Hall‑Veranstaltung in Minneapolis in einen Angriff. Ein Mann aus dem Publikum kam auf sie zu und bespritzte sie mit einer unbekannten Flüssigkeit.
Laut der Nachrichtenagentur «Reuters» war der Angreifer noch im Raum, bevor Sicherheitskräfte ihn zu Boden brachten und festnahmen. Die Substanz hatte einen stechenden Geruch und rief bei einigen Anwesenden Irritation hervor.
Omar hatte kurz vor dem Vorfall den Vorschlag unterbreitet, die US‑Einwanderungsbehörde ICE abzuschaffen. Sie forderte zudem den Rücktritt der Heimatschutzministerin Kristi Noem.
Polizei ermittelt und Abgeordnete setzt Rede fort
Während der Attacke rief der Mann angeblich Forderungen an Omar heraus, bevor er überwältigt wurde. Die Abgeordnete setzte ihre Rede nach dem Zwischenfall fort und verzichtete auf medizinische Hilfe.
Die Polizei von Minneapolis bestätigte, dass der 55‑jährige Mann wegen Drittgrad‑Körperverletzung in Gewahrsam genommen wurde. Sicherheitskräfte und forensische Experten untersuchen derzeit die genaue Zusammensetzung der verspritzten Flüssigkeit, erklärte ein Polizeisprecher, berichtet «ABC News».
Die US‑Abgeordnete beschrieb den Vorfall selbst als nicht verletzend und betonte, weiterarbeiten zu wollen. Im Anschluss erhielt sie parteiübergreifend Kritik an dem Angriff.
Politiker verurteilen Angriff auf Omar
Zahlreiche Politiker verurteilten die Gewalt gegen Ilhan Omar und forderten einen respektvollen, sicheren politischen Diskurs. Laut dem «Guardian» betonten sie, dass Gewalt und Einschüchterung in der Politik keinen Platz haben.
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund angespannter Debatten über den Einsatz bundesstaatlicher Sicherheitskräfte in Minneapolis. Zudem stand die Kritik an den Massnahmen gegen Einwanderer im Fokus.

Die US‑Abgeordnete, die wiederholt Ziel scharfer politischer Rhetorik geworden ist, setzte ihre Veranstaltungen nach dem Zwischenfall laut «Reuters» unbeirrt fort.












