Drogen

    Trump: Elf Tote bei US-Angriff auf Drogen-Schiff in Karibik

    Keystone-SDA
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    Venezuela,

    Bei einem Angriff des US-Militärs auf ein angeblich mit Drogen beladenes Schiff in der Karibik sind nach Angaben Trump elf «Terroristen» getötet worden.

    USA Südchinesisches Meer
    Ein US-Kriegsschiff. - US NAVY/AFP/Archiv

    Das Boot sei aus Venezuela gekommen und hätte Rauschgift in die USA bringen sollen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Das US-Aussenministerium erklärte hingegen, die Drogenlieferung sei wahrscheinlich auf dem Weg nach Trinidad und Tobago oder in ein anderes karibisches Land gewesen.

    Unklar blieb, wie genau der Angriff geführt wurde. Trump schrieb bloss, dass keine US-Soldaten zu Schaden gekommen seien.

    Der Schlag richtete sich dem Präsidenten zufolge gegen die venezolanische Drogenbande Tren de Aragua, die von der US-Regierung als ausländische Terrororganisation eingestuft wird. Die mächtigste Bande Venezuelas ist in Drogenschmuggel, Schutzgelderpressung, illegalen Bergbau und die Schleusung von Migranten verwickelt. Zuletzt dehnte der Tren de Aragua seine Einflusszone auch auf weitere Länder Lateinamerikas und die USA aus.

    Bereits im Wahlkampf hatte Trump immer wieder über den Tren de Aragua gesprochen und beispielsweise behauptet, die Gang würde im Bundesstaat Colorado ganze Wohnkomplexe kontrollieren. Örtliche Politiker wiesen diese Darstellung zurück.

    Schmuggler-Boot soll in Flammen aufgegangen sein

    In dem Trump-Beitrag waren auch Videoaufnahmen zu sehen, die zeigen, wie ein Boot angegriffen wird und Feuer fängt. Der venezolanische Kommunikationsminister Freddy Ñáñez zog die Authentizität des Videos in Zweifel. Es sei mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Hilfe künstlicher Intelligenz produziert worden, schrieb er auf der Nachrichtenplattform Telegram.

    US-Aussenminister Marco Rubio hatte auf der Plattform X ebenfalls von einem «tödlichen Schlag» gegen ein mit Drogen beladenes Schiff in der Südkaribik gesprochen, das aus Venezuela ausgelaufen war.

    Konflikt spitzt sich zu

    Der Konflikt zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten hat sich zuletzt verschärft. Die USA verlegten Medienberichten zufolge in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe vor die venezolanische Karibikküste, um dort nach eigenen Angaben Drogenschmuggler abzufangen.

    Zudem verdoppelte die US-Regierung die ausgelobte Belohnung für Informationen, die zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro führen, auf bis zu 50 Millionen Dollar (etwa 43 Millionen Euro). Die US-Justiz wirft dem autoritär regierenden Staatschef vor, in internationale Drogengeschäfte verwickelt zu sein.

    Maduro warf der US-Regierung seinerseits vor, es eigentlich auf die Bodenschätze des südamerikanischen Landes abgesehen zu haben. «Sie wollen unser Öl und unser Gas gratis bekommen», sagte er. «Dabei gehört das Öl nicht Maduro und schon gar nicht den Gringos, sondern dem venezolanischen Volk.»

    Maduro: US-Militär «grösste Bedrohung» des Jahrhunderts

    Maduro hatte die US-Militärpräsenz in der Karibik als «grösste Bedrohung» seit einem Jahrhundert bezeichnet. «Venezuela steht vor der grössten Bedrohung, die unser Kontinent in den letzten 100 Jahren erlebt hat», sagte er am Montag bei einer Pressekonferenz vor ausländischen Korrespondenten. «Acht Kriegsschiffe mit 1.200 Raketen und ein Atom-U-Boot zielen auf Venezuela. Es ist eine aussergewöhnliche Bedrohung. Nicht zu rechtfertigen, unmoralisch und absolut kriminell.» Im Falle eines Angriffs durch die USA drohte er mit bewaffnetem Widerstand.

    Maduro hatte zuvor angekündigt, zusätzliche Kämpfer für die paramilitärische Miliz des südamerikanischen Landes zu rekrutieren. Derzeit hat die zu den Streitkräften gehörende Truppe nach eigenen Angaben rund 4,5 Millionen Mitglieder. Ihr gehören neben Reservisten auch zahlreiche Mitglieder der sozialistischen Regierungspartei, Mitarbeiter von staatlichen Unternehmen und Rentner an. Sicherheitsexperten halten die militärische Schlagkraft der Miliz für fragwürdig.

    Kommentare

    User #5598 (nicht angemeldet)

    Ob das gut war ?

    User #4077 (nicht angemeldet)

    Nur weil einer an Deck kiffte war ein Abschuss Grund gegeben

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