Sturzflut trifft Grand Canyon – 82 Gerettete, zwei Tote
Eine Sturzflut traf den Grand Canyon am Samstag mit voller Wucht. Zwei Tote wurden geborgen, eine Person gilt noch immer als vermisst.

Am Samstag fegte eine verheerende Sturzflut durch den Bright Angel Canyon im Grand Canyon-Nationalpark.
Ausgelöst wurden die Wassermassen laut dem «Tagesspiegel» durch heftige Regenfälle auf dem Kaibab-Plateau im US-Bundesstaat Arizona.
Die beliebte Wanderunterkunft Phantom Ranch sowie umliegende Wanderwege wurden dabei überflutet und verwüstet. Fast alle Fussgängerbrücken über den Bright Angel Creek seien zerstört worden, teilte der National Park Service mit, wie «swissinfo.ch» berichtet.
Rettungsaktion im Grand Canyon nach Sturzflut
82 Menschen konnten im Rahmen einer grossangelegten Rettungsaktion geborgen werden. Einsatzleiter Dave Black erklärte am Montag gegenüber Journalisten, wie der «Tagesspiegel» berichtet: «Wir suchen weiterhin aktiv und hoffen sehr, dass die Person noch am Leben ist.»
Unter den Opfern befindet sich ein 46-Jähriger, dessen Leiche am Sonntagabend unweit von Crystal Rapids am Colorado River geborgen wurde. Laut «swissinfo.ch» blieb zunächst unklar, ob es sich bei den zwei Toten um die bisherige Gesamtzahl handelt.
Die Rettungsarbeiten wurden am Montag durch erneute heftige Regenfälle erschwert. Laut dem «Tagesspiegel» soll besseres Wetter am Dienstag die Suche nach dem noch Vermissten erleichtern.
Infrastruktur schwer beschädigt
Neben den Brücken wurde auch eine wichtige Wasserleitung durch die Sturzflut beschädigt, wie «ZDFheute» berichtet. Dadurch ist die Frischwasserversorgung am Südrand des Nationalparks unterbrochen, Hotelübernachtungen sind nicht mehr überall möglich.

Der Grand Canyon zählt jährlich fast fünf Millionen Besucher und gilt als eines der grössten Naturwunder der Welt. Sturzfluten sind in der Region im Norden Arizonas laut dem «Tagesspiegel» zwischen Juli und September keine Seltenheit.
Mehrere Campingplätze und Wanderwege bleiben bis auf weiteres geschlossen. Die Nationalparkverwaltung warnte vor weiteren Gewittern, die erneute Sturzfluten auslösen könnten, wie «swissinfo.ch» festhält.












