Bei dem Schulmassaker in Texas haben mehrere Kinder aus dem betroffenen Klassenzimmer mit der Polizei telefoniert.
Grundschule in Uvalde
In einer Primarschule in Texas kamen im Mai 21 Menschen ums Leben. - dpa

Bei dem Massaker an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas wurden mehrere Polizeinotrufe aus jenem Klassenraum abgesetzt, in dem sich der Amokläufer mit Kindern und Lehrern verschanzt hatte.

Mehrere Kinder hätten von dort aus die Polizei angerufen, sagte der Direktor der Behörde für öffentliche Sicherheit in Texas, Steven McCraw, am Freitag in der Kleinstadt Uvalde, in der der Schütze am Dienstag an einer Grundschule das Blutbad angerichtet hatte. Der erste Anruf sei um kurz nach 12 Uhr Ortszeit eingegangen. Etwa 40 Minuten später habe ein Kind bei einem Anruf gebeten, «bitte jetzt die Polizei zu schicken».

Eine Schülerin habe mehrfach den Polizeinotruf gewählt, mit flüsternder Stimme von mehreren Toten berichtet, sagte McCraw. In einem Anruf um 12.16 Uhr Ortszeit habe sie gesagt, acht bis neun Schüler seien noch am Leben.

Die Polizei hatte nach Angaben des Behördenchefs trotz der Präsenz von 19 Beamten vor dem Klassenraum rund 45 Minuten lang keine Versuche unternommen, in den Raum einzudringen und den Schützen zu stoppen. Stattdessen sei in jenem Moment die Entscheidung getroffen worden, auf Spezialkräfte zu warten.