Die USA-Notenbank kann laut Fed-Chef Jerome Powell bald damit beginnen, ihre Anleihenkäufe herunterzufahren. Die Fed sei «in der Spur» dafür, sagte er am Freitag bei einem Online-Auftritt. Zugleich erteilte er Zinsfantasien eine Absage: Es sei zwar an der Zeit, die Anleihenkäufe zu verringern, aber nicht die Zinsen zu erhöhen. Dies wäre verfrüht, betonte er.
Fed-Chef Jerome Powell steht vor dem Weissen Haus.
Fed-Chef Jerome Powell steht vor dem Weissen Haus. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Sollten sich jedoch ernste Risiken bei den Inflationserwartungen abzeichnen, würde die Notenbank ihre Instrumente nutzen.

Doch vorerst könne die Fed eine abwartende Haltung einnehmen und dem Arbeitsmarkt Zeit zur Erholung von der Pandemiekrise geben.

Die Fed kauft derzeit monatlich Anleihen im Volumen von 120 Milliarden Dollar auf. Sie hat substanzielle Fortschritte auf dem Jobmarkt zur Voraussetzung für eine Verringerung ihrer Käufe gemacht. Die Erholung am US-Arbeitsmarkt war im September etwas ins Stocken geraten, da das Stellenplus mit 194'000 relativ niedrig ausfiel. Noch immer fehlen dem Arbeitsmarkt 4,97 Millionen Jobs zum Vorkrisenniveau. Experten rechnen jedoch damit, dass der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik kurz bevorsteht - womöglich bereits auf der Fed-Sitzung Anfang November.

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