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    Musk lässt Twitter-Nutzer über Entsperrung von Accounts abstimmen

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    USA,

    Seit seiner Twitterübernahme kommt Elon Musk auf verrückte Ideen. Nun lässt er darüber abstimmen, ob gesperrte Profile wieder entsperrt werden.

    Elon Musk hat Twitter übernommen und führt Änderungen ein.
    Elon Musk hat Twitter übernommen und führt Änderungen ein. - Adrien Fillon/ZUMA Press Wire/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Elon Musk lässt darüber abstimmen, ob gesperrte Profile entsperrt werden sollen.
    • Die Abstimmung auf Twitter läuft noch bis Donnerstagabend.

    Der neue Twitter-Besitzer Elon Musk lässt Nutzer des Kurznachrichtendienstes in einer Umfrage über die Freischaltung gesperrter Accounts abstimmen. Am Mittwochabend (Ortszeit) fragte er in einem Tweet, ob die Plattform betroffenen Nutzern eine «Generalamnestie» anbieten solle. Ausgenommen von einer solchen Begnadigung seien Nutzer, die gegen Gesetze verstossen oder Spam-Nachrichten verbreitet hätten.

    Nutzer des Online-Dienstes können noch bis Donnerstagabend mit «Ja» oder «Nein» abstimmen. Dem Wirtschaftsmagazin «Forbes» zufolge gingen innerhalb der ersten 45 Minuten mehr als 700 000 Stimmen ein. Am Donnerstagmorgen waren es mehr als 2,5 Millionen. Mehr als 72 Prozent davon befürworteten die Freischaltung gesperrter Accounts.

    Stimmen können auch von automatisierten Accounts kommen

    Derartige Erhebungen sind nicht repräsentativ. Es ist unklar, ob und wie viele Stimmen von automatisierten Accounts abgegeben wurden. Nach jüngsten Angaben kommt der Dienst auf mehr als 230 Millionen täglich aktive Nutzer.

    Vor der Wiederaktivierung von Twitter-Konten ein Rat solle zum Umgang mit kontroversen Inhalten gebildet werden. Dies kündigte Musk Ende Oktober an. In der vergangenen Woche liess der Tech-Milliardär den Account des früheren US-Präsidenten Donald Trump freischalten. Das wurde ohne Gremium nach einer Nutzerumfrage entschieden.

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    Trumps Twitter-Account war für lange Zeit offline. - Keystone

    Trump war seit Januar 2021 von Twitter verbannt. Er hatte am 6. Januar Sympathie für seine Anhänger bekundet, die den Sitz des US-Parlaments gestürmt hatten.

    Musk kaufte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar. Seit der Übernahme macht dem Unternehmen unter anderem die Zurückhaltung grosser Werbekunden zu schaffen. Werbeeinnahmen machten zuletzt rund 90 Prozent der Erlöse aus.

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