Migranten haben auf ihrem Weg in die USA mit Gewalt die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko überwinden wollen. Diese wurde deshalb vorübergehend geschlossen.
Mittelamerikanische Migranten versuchen, die Grenze zwischen Mexiko und Guatemala illegal zu überqueren. Foto: Cortesía/NOTIMEX/dpa
Mittelamerikanische Migranten versuchen, die Grenze zwischen Mexiko und Guatemala illegal zu überqueren. Foto: Cortesía/NOTIMEX/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Gewalt versuchten Migranten, die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko zu überwinden.
  • Mexiko schloss deshalb vorübergehend die Grenze.

Allen verschärften Kontrollen zum Trotz machen sich wieder Hunderte Menschen aus Mittelamerika auf der Suche nach einem besseren Leben Richtung USA auf. Auf ihrem Weg wollten sie mit Gewalt die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko überwinden.

Mexiko schloss deshalb wegen des Vorfalls am Samstagmorgen vorübergehend die Grenze, wie mehrere Medien berichteten.

Nationalgarde drängte Migranten zurück

Ein Reporter des US-Senders CNN sprach von Momenten grosser Anspannung im guatemaltekischen Grenzort Tecún Umán. Dies, als Migranten eine Polizeikette auf der Grenzbrücke durchbrachen und in Richtung der mexikanischen Stadt Ciudad Hidalgo im Bundesstaat Chiapas rannten. Beamte der Nationalgarde drängten sie zurück. Später beruhigte sich den Berichten zufolge die Lage, und kleinere Gruppen wurden wieder über die Grenze gelassen.

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Rund 3000 Mittelamerikanerinnen und Mittelamerikaner haben sich zusammen auf den Weg in Richtung US-Grenze gemacht. (Archivbild) - sda - Keystone/EPA EFE/GUSTAVO AMADOR

Einige Migranten versuchten in der Nacht zum Samstag zudem, über den Fluss Suchiate nach Mexiko zu gelangen, wie die mexikanische Zeitung «El Dictamen» schrieb. Sie wurden festgenommen.

Der Zeitung zufolge sind mehr als 3500 Honduraner zwischen vergangenem Dienstag und Mittwoch aus ihrem Land Richtung USA aufgebrochen, um Gewalt und Armut zu entkommen. Es handelt sich dabei um die erste sogenannte Migranten-Karawane des neuen Jahres.

Bereits 2018 ein Politikum

Die US-Botschaft in Honduras hat laut «El Dictamen» allerdings signalisiert, dass illegal in die USA eingereiste Migranten aus dem Land festgenommen und abgeschoben würden.

Leider seien einige mit der falschen Vorstellung Richtung USA aufgebrochen, dort illegal bleiben zu können, zitierte die Zeitung aus einer Mitteilung der US-Botschaft.

Ende 2018 waren gleich mehrere grosse Gruppen von Auswanderern aus Mittelamerika bis zur Südgrenze der USA gelangt und dort zu einem Politikum geworden. US-Präsident Donald Trump drohte Mexiko mit Strafzöllen, wenn es nicht mehr gegen die illegale Migration unternehme.

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US-Präsident Donald Trump - AFP

Nach einer Vereinbarung der beiden Länder vom vergangenen Juni setzte Mexiko Tausende Soldaten seiner Nationalgarde an den Grenzen ein. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die USA sank seitdem deutlich.

«Wir wollen nur arbeiten»

«Wir wollen keinen Ärger machen, wir wollen nur arbeiten», sagte einer der Migranten dem TV-Sender Milenio. «Wir kommen in Frieden, wir wollen etwas Besseres», sagte ein anderer «El Dictamen». Auf der Flucht vor Armut und Gewalt machen sich neben Honduranern jedes Jahr auch Tausende Menschen aus Guatemala und El Salvador auf den Weg in die Vereinigten Staaten.

Für die Einreise nach Mexiko brauchen die Migranten den Berichten zufolge ein Visum oder ein anderweitiges Dokument, das zur Einreise berechtigt.

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hatte am Freitag gesagt, im Süden seines Landes gebe es rund 4000 Arbeitsplätze für Migranten aus Mittelamerika.

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